Es ist so weit: Beim insolventen Versandhaus Quelle haben die ersten der bundesweit 3.100 betroffenen Mitarbeiter ihre Kündigungen erhalten.

Bereits seit Montag werden Gespräche mit Beschäftigten geführt. Der Primondo-Insolvenzverwalter Jörg Nerlich und seine Mitarbeiter seien bemüht, möglichst vielen Betroffenen die Kündigung in einem persönlichen Gespräch zu überreichen, teilte Nerlichs Sprecher Thomas Schulz am Mittwoch mit.

"Nur wenn Mitarbeiter im Urlaub oder aus anderen Gründen nicht persönlich erreichbar sind, verschicken wir die Kündigungen per Post", betonte der Sprecher.

1.700 Kündigungen allein in Bayern

Allein in Bayern verlören rund 1.700 Quelle-Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, die meisten im Raum Nürnberg/Fürth. Rund ein Viertel der insgesamt 3.100 Gekündigten könnte zum 1. Oktober in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln. Für mehr reiche derzeit die Quelle-Konkursmasse nicht aus.

Man hoffe allerdings, bis zum Jahresende auch für die übrigen eine Lösung gefunden zu haben, sagte der Sprecher. Den Kündigungen seien in den vergangenen Tagen intensive Beratungen mit dem Betriebsrat vorangegangen, bei dem jeder Fall unter sozialen Gesichtspunkten intensiv geprüft wurde.