Laut einer neuen Studie von Forrester Research (ROI Of Europe's B2B Commercial Sites) wird der Online-B2B-Handel in Europa bis zum Jahr 2005 je nach Branche bis zu 33% des Gesamtumsatzes ausmachen.

Laut einer neuen Studie von Forrester Research (ROI Of Europe's B2B Commercial Sites) wird der Online-B2B-Handel in Europa bis zum Jahr 2005 je nach Branche voraussichtlich bis zu 33% des Gesamtumsatzes ausmachen. Firmen müssen jedoch zunächst einmal 11 Mio. Euro in Applikationen für Sell-Side-E-Commerce investieren. Noch investieren europäische Firmen in Websites für den B2B-Bereich, über die der Kunde keine einfache Transaktion abwickeln kann. Da der Onlinehandel aber die wenigen hoch gepriesenen E-Marktplätze dominiert, werden europäische Unternehmen ihre Online-Strategie überdenken müssen. "Momentan konzentriert man sich bei Websites für den B2B-Bereich auf Features und nicht auf die Funktionalität", sagt Charles Homs, Senior Analyst bei Forrester Research.

Der Onlinehandel in Europa wird sich voraussichtlich auf insgesamt 2,1 Billionen Euro bis 2005 belaufen. Firmen sollten auf zusätzliche Features auf ihren Websites für den Onlinehandel verzichten. Obwohl E-Marktplätze sehr beliebt sind, wird ihnen nach Auffassung von Forrester eine zu große Bedeutung beigemessen. E-Marktplätze konzentrieren sich auf Auktionen, wobei auf Auktionen und umgekehrten Auktionen bis zum Jahr 2005 lediglich 2,7% des gesamten Onlinehandelsvolumens in Europa umgesetzt werden. Unternehmen, die auf Auktionen setzen, können entweder nur eine geringe oder gar keine Rendite erwarten. Extranets als separate Online-Initiativen gewährleisten eine hohe Sicherheit bei vertraulichen Transaktionen, da es sich aber um geschlossene Systeme handelt, können Firmen keine Partnerschaften in Echtzeit eingehen und online zusammenarbeiten.

Die Weiterentwicklung von Websites für den B2B-Handel sollte eine Zusammenarbeit ermöglichen, die gewährleistet, dass der Kunde auf den gesamten Geschäftsprozess von der Herstellung eines Produktes bis hin zum Kundendienst zugreifen kann. Investitionen in das E-Business führen zu einer Neukonzeption des gesamten Geschäftsprozesses, die sich langfristig bezahlt machen wird. Unternehmen sollten ihre Marken online stärker in den Mittelpunkt stellen. Unabhängig von Unternehmensaufspaltungen und -zusammenschlüssen sollten Websites für den Handel einen gemeinsamen Nenner bilden und mit ihrer Aussage einheitlich darauf abzielen, Onlinekunden anzulocken.

"Die 100 Topunternehmen Europas müssen zum Einstieg ins Onlinehandelsgeschäft zunächst mehr als 11 Mio. Euro investieren", ergänzt Charles Homs. Die Kosten für die Integration der Vielzahl von Anwendungen werden im ersten Jahr die Hälfte der IT-Investitionen einnehmen. Sobald die technische Infrastruktur geschaffen ist und die Anwendungen funktionieren, steigt der Personalbedarf für die Betreuung der Website für den Onlineverkauf in Schwindel erregende Höhen. 51% des laufenden Budgets fließen in die Aktualisierung der Websites. Hinzukommen die Kosten für begleitende Marketingaktivitäten, die nach der Freischaltung der Website 15% der laufenden Ausgaben ausmachen. Ein Transportunternehmen, das zu den 100 Topunternehmen Europas gehört, kann voraussichtlich bis zum Jahr 2005 durch Onlineaktivitäten auf der Anbieterseite erstaunliche 6,5 Mrd. Euro bzw. 33% des gesamten Handels erwirtschaften. Um eine derartige Rendite zu erzielen, müssen sich Firmen auf die Unterstützung der Benutzer konzentrieren und ihre Ziele fortlaufend neu aufeinander abstimmen. (PJ)


KONTAKT:

Forrester Research GmbH & Co KG
Research Center Deutschland
Hanauer Landstraße 135-137
D-60314 Frankfurt am Main
Tel. 069-4308910
Fax 069-43089110
E-Mail: infode@forrester.com
Internet: www.forrester.com