Die Zahl der großen Deals in Sachen IT- und Business Process Outsourcing (BPO) ist im abgelaufenen ersten Halbjahr 2005 weltweit um 17 Prozent geschrumpft. Die europäischen Outsourcing-Riesen Siemens und Co. verzeichneten dagegen sprudelnde Zuwächse und rückten den international führenden US-Konzernen näher auf die Fersen.

Die Zahl der großen Deals in Sachen IT- und Business Process Outsourcing (BPO) ist im abgelaufenen ersten Halbjahr 2005 weltweit um 17 Prozent geschrumpft. Die europäischen Outsourcing-Riesen Siemens und Co. verzeichneten dagegen sprudelnde Zuwächse und rückten den international führenden US-Konzernen näher auf die Fersen. Das hat eine aktuelle Studie der texanischen Beratungsfirma Technology Partners International (TPI) unter Federführung des Deutsche-Bank-Bereiches Software & IT-Services ergeben.

Demnach hat das Volumen der Outsourcing-Megadeals in Europa gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 64 Prozent zugenommen. Die Marktforscher entdeckten allerdings ein starkes Nord-Süd-Gefälle auf dem Alten Kontinent. Die größte Zahl der Transaktionen spielte sich demnach in Nordeuropa ab. Führend sind Deutschland und die Schweiz. Frankreich und Südeuropa gehen dagegen offenbar weitaus vorsichtiger an das Thema Outsourcing heran.

Die Top Five der europäischen Outsourcing-Riesen - Atos Origin, BT, Capgemini, Siemens und T-Systems - konnten den US-amerikanischen Rivalen um Accenture, EDS und IBM sowohl bei der Anzahl als auch dem Wert der Megadeals Marktanteile abjagen. Der Marktanteil der Europäer belief sich in der ersten Jahreshälfte auf 36 Prozent. Im abgelaufenen zweiten Quartal konnten die Outsourcing-Riesen rund um den Globus 54 Megadeals mit einem Wert von mehr als 40 Mio. Euro unter Dach und Fach bringen. Das Gesamtvolumen belief sich auf zwölf Mrd. Euro und lag damit rund elf Prozent über dem Auftaktquartal 2005. (KC)