Getrieben vom Einbruch der deutschen Wirtschaft ist die Eurozone erstmals in die Rezession abgerutscht. Ökonomen sagen trotzdem Wachstum für Handel und Gaststätten voraus.

Die Wirtschaftsleistung der 15 Länder der Eurozone schrumpfte gebeutelt von der weltweiten Finanzkrise bereits das zweite Quartal in Folge um 0,2 Prozent, wie das Europäische Statistikamt (Eurostat) an diesem Freitag in Luxemburg mitteilte.

Mit der Rezession in Deutschland hat die größte Volkswirtschaft Europas auch die ganze Euro-Zone mit heruntergezogen. Laut Eurostat schrumpfte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,5 Prozent nach 0,4 Prozent im Vorquartal. Italien befindet sich ebenfalls in der Rezession, Spanien und Großbritannien stehen kurz davor.

Ökonomen erwarten Stabilisierung

Hoffnung machen neue Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): Das Institut erwartet bereits im vierten Quartal eine Stabilisierung in Deutschland.

Die Ökonomen gehen für die letzten drei Monate 2008 von einem leichten Wachstum von 0,2 Prozent aus. Das Plus sei „maßgeblich auf die stabilisierenden Kräfte der Dienstleistungssektoren zurückzuführen".

So erwartet das DIW im vierten Quartal etwa für den Bereich Handel, Gaststätten und Verkehr einen Zuwachs von 0,5 Prozent.

Das DIW stellte in Berlin fest, dass sich die deutsche Volkswirtschaft trotz der aktuellen Wachstumsdelle „immer noch in einer robusten Verfassung" befindet.