Thomas Middelhoff muss einem Kleinaktionär Schadenersatz zahlen, weil er im Herbst 2008 als Arcandor-Chef die Öffentlichkeit falsch informiert hat. Das hat das Landgericht Essen heute entschieden.

In den vielen Rechtstreitigkeiten um die Arcandor-Insolvenz ist am Donnerstag in einem Verfahren eine Entscheidung getroffen worden. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Essener Arcandor AG, Thomas Middelhoff, muss einem Kleinaktionär 2.575 Euro Schadenersatz zahlen. Dieses Urteil hat das Essener Landgericht am heutigen Donnerstag gefällt.

Jan-Eric Peters, Chefredakteur der "Welt"-Zeitungsgruppe, hatte bei privaten Geschäften mit Arcandor-Wertpapieren im Herbst 2008 rund 50.000 Euro verloren.
Dafür hatte er Middelhoff verantwortlich gemacht, weil dieser selbst wie auch der Sprecher des Unternehmens damals die Öffentlichkeit falsch informiert hätten.

Das Gericht erkannte dem Kläger einen Teil der gesamten Klageforderung von symbolischen 5.078,80 Euro zu.