Der stationäre Elektronikhandel hat gegen die Onlinekonkurrenz schwer zu kämpfen. Die Verbundgruppe Expert blickt trotzdem auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück. Der Innenumsatz erreichte einen neuen Rekordwert.

Die Elektronikhandel-Verbundgruppe Expert hat auch das zurückliegende Geschäftsjahr 2014/2015 (1. April 2014 bis 31. März 2015) erfolgreich abgeschlossen. Das Plus beim Innenumsatz beträgt 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei diesem Wert geht es um Industrieabgabepreise ohne Mehrwertsteuer, also dem Einkauf der Gesellschafter (Mitglieder) bei Expert. Dieser Umsatz stieg auf 2,09 Milliarden Euro und damit erstmals über die Zwei-Milliarden-Marke (Vorjahr 1,98 Milliarden Euro), teilt Expert mit.

Über den Außenumsatz, also die Erlöse im Geschäft der Händler mit den Endkunden, macht Expert keine Angaben.

Beim Innenumsatz hat die Verbundgruppe nach eigener Aussage von den Konsolidierungseffekten des starken Wachstums im Geschäftsjahr 2013/2014 profitiert. "Uns ist es gelungen, die Flächenproduktivität kontinuierlich zu steigern. Wir setzen alles daran, die Leistung auf der Fläche zu perfektionieren", erklärte Volker Müller Vorstandsvorsitzender von Expert, laut Mitteilung.

Fast 200 Millionen Euro Gewinnausschützung an die Gesellschafter

An die Expert-Gesellschafter wurde ein Gewinn von insgesamt 192,8 Millionen Euro ausgeschüttet. Darüber hinaus werde den Aktionären auf der diesjährigen Hauptversammlung eine Dividende von 235,50 Euro pro Aktie vorgeschlagen, hieß es weiter.

Aktuell gehören zu Expert 215 Gesellschafter und Mitglieder mit 454 Standorten in Deutschland. Die Zahl der Fachmärkte, zu denen nach GfK Definition Vollsortimenter mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zählen, betrug im vergangenen Geschäftsjahr 269. Die Gesamtverkaufsfläche stieg um 6.000 auf 451.000 Quadratmeter. Hierbei handelt es sich um organisches Wachstum bestehender, erfolgreicher Gesellschafter, betont Expert.