Elektronikhändler freuen sich heute über jedes Umsatzplus, denn die Branche ist hart umkämpft. Daher ist auch Expert mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr zufrieden.

Expert unterscheide sich von anderen Elektronikhändlern darin, "dass wir Kunden glücklich machen", hat Volker Müller einmal zu Der Handel gesagt. Und offenbar teilen die Kunden die Ansicht des Chefs der Verbundgruppe für Elektronikhandel. Expert schloss das Geschäftsjahr 2013/2014 (1. April 2013 bis 31. März 2014) mit einem Umsatzplus von ab.

Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr beträgt freilich nur 1,5 Prozent, aber angesichts des harten Wettbewerbs mit dem Onlinehandel und dem einhergehenden Preisverfall sind in dieser Branche keine großen Zuwachsraten mehr zu erwarten. Der Expert-Innenumsatz zu Industrieabgabepreisen, der aus dem Einkauf der angeschlossenen Händler resultiert, steigerte sich auf laut Unternehmen demnach auf 1,98 Milliarden Euro (Vorjahr 1,95 Milliarden).

Volker Müller ist zufrieden

"Vor dem Hintergrund des schwierigen Branchenumfelds und der bereits erfolgreichen Vorjahresentwicklung werten wir die erneute Stärkung der Marktposition als besonderen Erfolg", betont Müller. An die Expert-Mitglieder, die hier Gesellschafter heißen, werden insgesamt 184 Millionen Euro ausgeschüttet, teilt die Verbundgruppe mit.

Im zurückliegenden Geschäftsahr hat die Expert 18 ehemalige ProMarkt-Filialen integriert, zwei Standorte werden als Regiebetriebe weitergeführt. Aktuell sind 226 Expert-Gesellschafter und -mitglieder mit 461 Standorten (Vorjahr 450) in Deutschland aktiv.

Unterhaltungselektronik ist rückläufig

Der Warenbereich Consumer Electronics ist mit rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz der größte bei Expert (55 Prozent Anteil). Freilich spürt die Kooperation die Krise in der Unterhaltungselektronik. Inklusive dem Bereich Foto erzielte das Unternehmen hier einen Umsatz von 610,2 Millionen Euro - das ist ein Rückgang um 8,8 Prozent.

Im Bereich Informationstechnologie (plus 3 Prozent) wurden UltraThin Notebooks, Tablets und E-Book-Reader stark nachgefragt. Ausschlaggebend für das gute Telekommunikations-Geschäft (plus 18 Prozent) sei das hohe Interesse an Smartphones gewesen. Hier gehe der Trend zu Produkten mit größeren Displays, Geräte unter 5 Zoll verlieren zunehmend an Bedeutung.

Der Kunde fragt nach energieeffizienten Geräten

Den zweitstärksten Sortimentsbereich bilden abermals die Elektrohausgeräte mit 566,9 Millionen Euro Umsatz (plus 6,1 Prozent). Hier profitieren die Händler von der Nachfrage nach energieeffizienten Geräten wie Waschmaschinen.

Bei der Produktgruppe Entertainment etablierten sich die Spielekonsolen Xbox One und PlayStation 4 und bescherten dem Segment ein Umsatzplus von 8,9 Prozent auf 99,1 Millionen Euro.

Expert rechnet für das begonnene Wirtschaftsjahr 2014/15 mit einem Umsatzwachstum im "annähernd zweistelligen Prozentbereich", heißt es. Die laufende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien dürfte dabei das Geschäft der Verbundgruppe begünstigen. Der Absatz von TV-Geräten steigt bei solchen Großereignissen erfahrungsgemäß.