Der Design-Shop Fab.com will mächtig expandieren - die Mittel dafür hat das Unternehmen nun von Investoren erhalten. Der US-Onlinehändler hat auch Deutschland im Visier.

Mit einer zusätzlichen Kapitalspritze von 105 Millionen Dollar treibt der amerikanische Online-Shop Fab.com seine internationale Expansion voran. In etwa zwei Jahren peilt das Unternehmen einen Umsatzanteil außerhalb der USA von mehr als 50 Prozent an.

An der Spitze der Finanzierungsrunde steht das Investmentunternehmen Atomic des Internet-Unternehmers Niklas Zennström, wie Fab.com mitteilte. Mit dabei sind unter anderem Andreesen Horowitz und Menlo Ventures, die bereits vorher in das schnell wachsende Unternehmen investiert haben.

"Wir sind dabei, eine globale Marke aufzubauen", erklärte Vorstandschef Jason Goldberg in einer Pressemitteilung. "Unser Ziel ist es, Design zu demokratisieren - wir bieten erschwingliche, individuelle und ästhetische Produkte für jedermann."

"So groß wie Amazon"

Ein Schwerpunkt des Angebots liegt auf Designer-Möbeln und ausgefallenen Einrichtungsgegenständen. Die Zahl der registrierten Kunden gibt Fab.com mit fünf Millionen an. Basis des Europa-Geschäfts ist das im Februar übernommene Berliner Startup-Unternehmen Casacanda.

Fab.com habe das Ziel, so groß zu werden wie der Online-Händler Amazon, sagte die Europachefin des im vergangenen Jahr gegründeten Unternehmens, Maria Molland, der Nachrichtenagentur dpa. "Auf Bestellungen in Europa entfallen schon 20 Prozent unseres Umsatzes." Die Niederlassung in Berlin betreue zurzeit 18 europäische Länder.

Fab.com ermögliche 5.000 Designern einen Zugang zum globalen Markt. Die größte Herausforderung sei es gegenwärtig, mit einem Ausbau von Logistik und Lagerhaltung die Lieferzeiten zu verkürzen und die technologische Plattform zu vereinheitlichen. Diese betreibt Fab.com von Indien aus.