Soziale Netze sind längst mehr als Plauderplattformen. Weil sich hier Millionen Kunden tummeln, bieten nun auch Facebook und Google das Geschäftsmodell an, das Groupon stark gemacht hat.

2008 wurde das Rabattportal Groupon gegründet - und der Erfolg war gewaltig. Die Nutzer jubelten über die tagesaktuellen regionalen Schnäppchen im Web, Nachahmerportale wollten von diesem Boom profitieren.

Nun sind zwei Netzgiganten ebenfalls in diesem Geschäftsfeld aktiv. Beim sozialen Netzwerk Facebook heißt das Angebot "Social Deals", bei der Suchmaschine Google "Google Offers", wie der Mediendienst "Kress" auf seiner Onlineseite meldet.

"Social Deals", nicht zu verwechseln mit dem seit Januar angebotenen "Facebook Deals", steht laut "Kress" zunächst nur Nutzern in den US-amerikanischen Städten San Francisco, Austin, Dallas, Atlanta und San Diego zur Verfügung. Immerhin hat Facebook bereits eine deutsche Informationsseite hierzu geschaltet.

Virtuelle Werbung

Und so funktioniert das Geschäftemachen auf Facebook: Ein Händler legt eine Business-Seite an. Ein lokaler Einkauft kann per Kreditkarte bezahlt werden, schreibt "Kress", zusätzlich gibt es auch eine neue virtuelle Währung - die "Facebook Credits". Bisher konnte man damit nur virtuelle Spiele kaufen, nun auch Güter aus der "Echtwelt".

"Google Offers" ist seit einer guten Woche am Start - zunächst ebenfalls nur mit Angeboten in den Vereinigten Staaten. Das Spezielle hier ist die Verknüpfung mit dem Dienst Google Maps, über den sich der Nutzer über Angebote in seiner unmittelbaren Umgebung informieren kann.