Die Japan-Krise könnte sich auf den Fotofachhandel auswirken: Hochwertige Spiegelreflexkameras und Objektive aus Japan drohen knapp zu werden.

Bei dieser Produktgruppe gebe es Lieferengpässe in Folge der Produktionsausfälle in Japan, teilte der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) auf dpa-Anfrage mit.

Die Händler verfügten jedoch über gut gefüllte Regale, so dass die Lieferengpässe noch nicht für den Verbraucher zu spüren seien.

Bei Fernsehern, Kompaktkameras, Camcordern und Notebooks stocke der Nachschub der Industrie für die deutschen Einzelhändler gegenwärtig nicht. Hier seien die Regale ebenfalls gut bestückt.

Große japanische Elektronik-Hersteller verfügten weltweit über Produktionsstätten. Zum Problem könnte jedoch werden, wenn einzelne wichtige Bauteile, die in Japan hergestellt werden, fehlen.

Umsatzeinbußen befürchtet

Die betroffenen Hersteller in Japan seien bemüht, die Produktion wieder in Gang zu bringen. Auch  werde versucht, Lücken mit Werken außerhalb Japans aufzufangen. Wie sich die Situation entwickelt, bleibe abzuwarten: "Keiner weiß, was in zwei Monaten ist", sagte BVT-Geschäftsführer Willy Fischel.

Der Elektronik-Einkaufsverbund Euronics betonte, derzeit gebe es noch keine Lieferengpässe wegen der Japan-Krise. Er bereite sich aber auf Auswirkung und Umsatzeinbußen bis zum Jahresende vor, sagte ein Sprecher von Euronics in Ditzingen.