Zum ersten Mal vergab der Verein TransFair e.V in Deutschland am Mittwochabend den Fairtrade-Award in Berlin. Drei Unternehmen wurden ausgezeichnet.

Am Vorabend der International Fairtrade Conference wurde der Award im Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, NGOs und partnerschaftlich verbundenen Prominenten an drei Unternehmen vergeben, die auf vorbildliche Weise wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung verknüpfen.

Ausgezeichnet wurden unter anderem die „dennree GmbH" und „denn's Biomarkt GmbH" in der Kategorie Handel, da sie sich vorbildlich für die Fairtrade Idee eingesetzt und konsequent Fairtrade-Produkte in die eigene Geschäftspolitik mit eingebunden haben. Weiter erhielten ein entwicklungspolitisches Projekt und eine Persönlichkeit der Zivilgesellschaft die Auszeichnung, die sich in herausragender Weise für Fairtrade und für Fairtrade-zertifizierte Produkte engagieren.

"Zivilpreis" geht an Faritrade-Pioniere GEPA

Mit dem Zivilpreis wurden die Initiatoren des bundesweiten Projekts „Zukunft Einkaufen" geehrt, das den Fairen Handel vorbildlich in sein Konzept für ökofairen Konsum und nachhaltige Beschaffung in den Kirchen integriert hat. Der Preis für besondere Leistungen ging an den Pionier des Fairen Handels - das fair Handelshaus GEPA.

Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt seit 1992 das international anerkannte Fairtrade-Siegel in Deutschland. Mittlerweile wird der Verein von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt und ist selber Mitglied bei „Fairtrade Labelling Organizations International" mit Sitz in Bonn, in der weltweit 19 Siegelinitiativen zusammengeschlossen sind. Von den Standards, die an dieses Siegel gebunden sind, profitieren weltweit bereits sieben Millionen Bauern und Arbeiter mit ihren Familien.

Aufforderung zur Nachahmung

"Die Auszeichnung legt einen neuen Fokus auf die Entwicklung des Fairen Handels", sagt Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Initiative TransFair, sagt über die Verleihung. "Zum einen sollen Engagierte in Deutschland dadurch inspiriert werden, zum anderen soll der Award als Podium dienen, um beispielhafte Arbeit für Fairtrade in Deutschland zu zeigen und zeigt somit, dass es sich immer mehr lohnt Fairtrade als festen Bestandteil in die eigene Unternehmenskommunikation mit einzubeziehen."

Dies unterstützt die Umfrage der Nachhaltigkeitsberatung „brands & values GmbH" aus Bremen, bei der mehr als 6.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern zum nachhaltigen Markenwert von Unternehmen, Marken, Nicht- Regierungs- und Zertifizierungsorganisationen in Deutschland befragt wurden. Dabei schnitt Fairtrade als beste der 407 untersuchten Marken ab.