Famillienunternehmer fordern ein "Wirtschaftswunder" von der Politik. Beitragshalbierungen, Lockerung des Kündigungsschutzes und weitere Reformen sollen Arbeitsplätze für Flüchtlinge ermöglichen.

Mit einem neuen "Wirtschaftswunder" können nach Ansicht der Familienunternehmen in Deutschland eine Million Arbeitsplätze für Flüchtlinge geschaffen werden. Der Verband "Die Familienunternehmer" fordert ein Reformpaket, das weit über die "Agenda 2010" von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hinausgehen müsse.

"Ein drittes deutsches Wirtschaftswunder (nach dem nach 1949 und dem nach 2009) ist nötig - und möglich", heißt es in einem Papier des Verbandes, über das die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hat.

Ausnahmen beim Mindestlohn, Abfindung statt Kündigungsschutz

Die Familienunternehmer schlagen vor, die duale Ausbildung mit dem Spracherwerb um eine dritte Säule zu erweitern. Für alle zusätzlichen Stellen, die zunächst bis 2020 geschaffen werden - ob für Migranten oder Einheimische -, sollten die Beiträge zu den Sozialversicherungen halbiert werden. Beim Mindestlohn sollte es befristet Ausnahmen geben. Der Kündigungsschutz sollte aus Sicht des Verbandes schrittweise in ein Abfindungsmodell umgewandelt werden.