Mazda optimiert bei seinem Mittelklassemodell das Fahrverhalten und rüstet die 6er-Baureihe technisch weiter auf.

Bevor Mazda Ende des Jahres sein volumenträchtiges Kompaktmodell mit der Ziffer „3“ erneuert, haben die Japaner schnell noch ihrem Flaggschiff einen Feinschliff verpasst. Mit einigen technischen Verbesserungen und zwei Sondermodellen geht der Mazda 6 ins Jahr 2017 – um fortan auch bei den gewerblichen Zulassungen mehr in Erscheinung zu treten.

„Hier liegen wir noch unter dem Segmentdurchschnitt, aber das vor kurzem aufgelegte Full-Service-Angebot wird bereits gut angenommen“, versichert Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan und verweist zudem auf beachtliche Restwerte, die die Spezialisten von Schwacke ermittelt hätten. Auch geht Japans viertgrößter Hersteller auf dem deutschen Markt weiter ungewöhnliche Wege und bietet den flottenrelevanten Kombi zum gleichen Preis wie die Limousine (ab 25.690 Euro) an. Der Kombianteil von satten 86 Prozent ist daher kaum verwunderlich.

Designer hatten Pause

Zum Modelljahreswechsel hatten die Designer Pause. Äußerlich ist dem 2013 eingeführten Mittelklassewagen die Überarbeitung zur mutmaßlichen Hälfte der Produktlebenszeit jedenfalls nicht anzusehen. Und so muss man schon genauer hinschauen, um die Detailarbeit im Wortsinne zu entdecken: Ein schlankeres Lenkrad mit optionaler Heizung, mehr Farbe und Informationen im Head-up-Display samt Fußgänger- und Verkehrszeichenerkennung sowie leicht veränderte Instrumente.

Die wichtigste Neuerung lässt sich buchstäblich erfahren: Durch einen beim Lenkradeinschlag kaum merklichen Eingriff über das Motordrehmoment ergibt sich ein stabileres Kurvenverhalten. Die Wankneigung und störende Einflüsse am Steuer werden reduziert. „G-Vectoring-Control“ nennen die Asiaten die Technik voller Stolz, spendieren sie dem Mazda 6 immerhin serienmäßig und rüsten künftig weitere Baureihen damit aus.

Sondermodelle mit Preisvorteilen

Für Flottenkunden lohnt ein Blick auf die beiden Sondermodelle „Nakama“ und „Nakama Intense“, die laut Hersteller einen Preisvorteil von bis zu 2.610 Euro gegenüber den herkömmlichen Ausstattungsstufen bieten und auch die Kombination aus nunmehr besser geräuschgedämmten 110 kW/150 PS-Diesel und Allradantrieb ermöglichen. Wer dazu noch ein Automatikgetriebe wünscht, muss allerdings zur Top-Version mit 129 kW/175 PS greifen. Dann steigt der Listenpreis auf 43.090 Euro.

Bernd Nusser