Branchenprimus Fielmann hat auch im zweiten Quartal wieder deutlich mehr Brillen verkauft. Das Familienunternehmen treibt die Expansion weiter voran.

1,83 Millionen Brillen gingen im zweiten Quartal 2013 bei Fielmann über den Ladentisch - 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

Nach vorläufigen Berechnungen stieg der Umsatz in dem Dreimonatszeitraum um knapp 5 Prozent auf 293,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich um mehr als 7 Prozent auf über 45 Millionen Euro.

Mittelständische Optiker stehen unter Druck

Im ersten Halbjahr gab der Marktführer rund 3,52 Millionen Brillen ab (Vorjahr: 3,45 Millionen), erzielte einen Außenumsatz von um 670 Millionen Euro (Vorjahr: 647,2 Millionen Euro) und einen Konzernumsatz von um 571 Millionen Euro (Vorjahr: 551,1 Millionen Euro). In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete Fielmann einen Gewinn vor Steuern von mehr als 92 Millionen Euro (Vorjahr: 89,1 Millionen Euro).

Fielmann, vor Apollo-Optik führender Filialist in Deutschland, baute seine Marktposition in der Optikbranche damit erneut aus, während die mittelständischen Optikbetriebe seit Jahren über sinkende Verkäufe und stagnierende Umsätze klagen. Jede zweite Brille wird inzwischen bei einem Filialisten gekauft.

Und Fielmann hält das Expansionstempo hoch. Firmenchef Günther Fielmann hat unlängst angekündigt, das Filialnetz, das in Deutschland aktuell 574 Standorte umfasst , in den kommenden Jahren auf 700 zu erweitern. 673 Geschäfte betreibt der Filialist derzeit europaweit.