Während die mittelständischen Optiker weiter über sinkende Absätze klagen, hat Fielmann wieder mehr Brillen verkauft.

Fielmann verkauft nach eigenen Angaben inzwischen jede zweite Brille in Deutschland. Während die Gesamtbranche im ersten Halbjahr einen Absatzrückgang von zwei Prozent habe hinnehmen müssen, seien die Verkäufe von Brillen bei Fielmann in der gleichen Größenordnung gewachsen, teilte das Unternehmen mit.

Wie schon im ersten Quartal 2013 gingen bei Fielmann auch im zweiten Quartal wieder mehr Brillen über den Ladentisch, der Absatz stieg um 4 Prozent auf 1,83 Millionen Stück (Vorjahr: 1,76 Millionen Stück). Der Konzernumsatz stieg um 5,2 Prozent auf 294,1 Millionen Euro (Vorjahr: 279,6 Millionen Euro). Der Quartalsgewinn vor Steuern erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 45,2 Millionen Euro (Vorjahr: 42,2 Millionen Euro).

Im gesamten ersten Halbjahr weitete Fielmann den Absatz um 2 Prozent auf 3,52 Millionen Brillen aus. Der Konzernumsatz erhöhte sich im Zeitraum um 3,8 Prozent auf 571,9 Millionen Euro (Vorjahr: 551,1 Millionen Euro). Der Vorsteuergewinn wuchs um 3,6 Prozent auf 92,3 Millionen Euro (Vorjahr: 89,1 Millionen Euro).

Mittelständische Betriebe stehen unter Druck

Der umsatzstärkste Optikfilialist hat sich schon länger von der Entwicklung der Branche abgekoppelt. Mittelständische Optikbetriebe leiden seit Jahren unter rückläufigen Absatzzahlen und kamen 2012 nur dank gestiegener Preise nur auf ein geringfügiges Umsatzplus.  

Fielmann betrieb zum Stichtag 30. Juni 2013 bundesweit 673 Niederlassungen und beschäftigte 15.427 Mitarbeiter (Vorjahr: 14.787 Mitarbeiter), davon 2.586 Auszubildende (Vorjahr: 2.467 Auszubildende). Mit 5 Prozent der deutschen Optikfachgeschäfte stellt Fielmann eigenen Angaben zufolge 37 Prozent aller Auszubildenden im augenoptischen Handwerk. Rund 900 junge Leute beginnen 2013 ihre Ausbildung beim Filialisten.

Das Hamburger Unternehmen ist nicht nur Händler, sondern produziert auch selbst. Besonders profitabel ist das Geschäft mit Gleitsichtbrillen.