Auch der Branchenführer Fielmann leidet unter der Krise in der Optikerbranche. Das Unternehmen musste zwar im ersten Quartal Gewinneinbußen hinnehmen, will seine Marktposition aber ausbauen.

Die Fielmann AG hat im ersten Quartal dieses Jahres bei einer Steigerung des Umsatzes einen im Vergleich zum Vorjahr geringeren Überschuss erwirtschaftet. Während der Konzernumsatz um 3,7 Prozent auf 226,3 Millionen Euro gestiegen sei, habe sich der Überschuss auf 23,2 (27,1) Millonen Euro reduziert, teilte der Optiker am Donnerstag in Hamburg mit.

Als Grund für den Rückgang wurde die Steigerung der Werbeaufwendungen um 10 Millionen Euro genannt. Der Gewinn vor Steuern stellte sich auf 33,0 (38,7) Millionen Euro.

Die gesamte Branche verliert

Die schlechteren Zahlen von Fielmann entsprechen dem Branchentrend. Vor einigen Tagen meldete der Zentralverband der Augenoptiker für das erste Quartal ein Umsatzminus von vier Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres. Im vergangenen Jahr hatte die Branche mit gut 10.000 Betrieben ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Mit Blick auf das Gesamtjahr gab Fielmann keinen detaillierten Umsatz- und Gewinnausblick. Der Vorstand zeigte sich aber weiterhin zuversichtlich, die Marktposition auszubauen. Außerdem bekräftigte er seinen Plan, bis zum Jahresende 25 neue Niederlassungen zu eröffnen. Zudem würden Akquisitionsmöglichkeiten geprüft, hieß es weiter.

"Wir agieren offensiv

"Wir gehen nicht defensiv mit der Krise um, sondern wir agieren offensiv", sagte der Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende Günther Fielmann. "Wir sehen die Krise als Chance, treiben die Expansion voran und suchen nach Akquisitionen." Fielmann stehe mit anderen Unternehmen in konkreten Kaufverhandlungen und er hoffe, dass sie noch in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen würden.

In diesem Jahr sind 25 neue Niederlassungen geplant. Mittelfristig soll es im deutschen Sprachraum 800 Fielmann-Niederlassungen geben, die pro Jahr
7,4 Millionen Brillen abgeben und 1,3 Milliarden Euro umsetzen.
Dow Jones / dpa