Fielmann steigert abermals seinen Umsatz und will weiter expandieren. Die größte deutsche Optikerkette profitiert von der demografischen Entwicklung in Deutschland.

In diesem und dem nächsten Jahr will Fielmann jeweils zehn neue Filialen im In- und Ausland eröffnen. "Im deutschsprachigen Raum, in der Bundesrepublik, der Schweiz und in Österreich wollen wir mittelfristig mit 780 Niederlassungen 7,4 Millionen Brillen abgeben und 1,5 Milliarden Euro umsetzen", sagte Firmengründer und Mehrheitsaktionär Günther Fielmann am Donnerstag in Hamburg.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr steigerte die Optikerkette den Umsatz um 6 Prozent auf eine Milliarde Euro. Der Optikerbranche wird begünstigt von der demografischen Entwicklung, da immer mehr Menschen in fortgeschrittenem Alter eine Seh- oder Hörhilfe benötigen. Fielmann verkauft nach eigenen Angaben jede zweite Brille in Deutschland und erreicht beim Umsatz einen Marktanteil von rund 20 Prozent.

Gleitsichtbrillen als Umsatztreiber

"Unsere Kunden sind im Durchschnitt jünger als die der traditionellen Wettbewerber", so der Firmenchef. "Weil sie uns treu bleiben, steigt der Anteil hochwertiger Gleitsichtbrillen, die man in der zweiten Lebenshälfte benötigt." Der Gleitsichtbrillen-Anteil werde sich bei Fielmann deshalb in den nächsten Jahren selbst ohne Neukunden um mehr als 50 Prozent erhöhen.

Chancen rechnet sich der Konzern auch bei Sonnenbrillen mit Sehstärke sowie Kontaktlinsen aus. Da Fielmann nicht nur Händler, sondern zugleich auch Produzent ist, kann das Unternehmen viele Produkte günstiger als die Konkurrenz anbieten. Mit 665 Filialen in Deutschland und dem angrenzenden Ausland ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Marktführer in der Augenoptik.