Der amerikanische Finanzinvestor Advent hat schon gut 76 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte an der Handelsgruppe Douglas. Experten gehen davon aus, dass der Anteil noch weiter steigt.

Der US-Finanzinvestor Advent ist bei der Übernahme des Handelskonzerns Douglas am Ziel. Die Bedingung, dass mindestens 75 Prozent der Douglas-Anteile den Besitzer wechseln, ist nach einer Mitteilung vom Dienstag erreicht. Das Übernahmeangebot von 38 Euro je Aktie sei bis zum späten Montagnachmittag für knapp 63,5 Prozent der Douglas-Anteile angenommen worden, teilte eine Advent-Gesellschaft schon wenige Stunden vor dem Fristende für das Übernahmeangebot mit.

Hinzu kämen gut 12,7 Prozent aus dem Besitz der Gründerfamilie Kreke, deren Übertragung vereinbart sei. Zusammengenommen entspreche das gut
76,2 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Douglas. Finanzexperten gehen davon aus, dass der Finanzinvestor im Laufe des Tages den Anteil sogar auf bis zu 86 Prozent ausbauen könnte. 

Anfang vergangener Woche hatten noch Zweifel daran bestanden, ob Advent die Schwelle von 75 Prozent übertreffen werde. Seit Mittwoch vergangener Woche hatten dann nach und nach die institutionellen Anleger ihre Anteile an Advent verkauft. Bereits am Freitag deutete sich an, dass Advent das Rennen um Douglas machen werde.

Sanieren und internationalisieren

Die Inhaberfamilie Kreke hatte lange nach einem starken Partner gesucht, um ihren Einfluss im Unternehmen auszubauen. Sie hatte auch damit geliebäugelt, die Gesellschaft wieder in rein private Hände zu überführen.

Advent will nach eigenen Angaben bei Douglas vor allem die beiden Wachstumsbereiche Parfüm und Schmuck voranbringen. Nicht nur die Douglas-Parfümerien sollen stärker expandieren, auch die Juwelierkette Christ soll künftig im Ausland vertreten sein.

Auch Mode und Süßwaren will der Investor weiterentwickeln. Die Sanierung der derzeit schwächelnden Buchkette Thalia soll fortgesetzt werden.