Der Umsatz der amerikanischen Baumarktkette Home Depot bricht aufgrund der Immobilienkrise deutlich ein.

Die Krise am US-Immobilienmarkt lässt das Geschäft der weltgrößten Baumarktkette Home Depot immer stärker einbrechen. Der Überschuss stürzte im dritten Geschäftsquartal um mehr als 30 Prozent auf 756 Millionen Dollar (umgerechnet 599 Miollionen Euro) ab.

Der Umsatz fiel um mehr als sechs Prozent auf 17,78 Milliarden Dollar, wie Home Depot am Dienstag in Atlanta (Georgia) bekanntgab. Die Kette schließt derzeit Filialen und hat ihre Ausbaupläne deutlich zurückgefahren.

Umsatz und Gewinn brechen zusammen

Ein Stopp der Talfahrt am US-Häusermarkt gilt bei Experten als Voraussetzung für eine Erholung der gesamten Konjunktur. Vorerst bleiben die Aussichten laut Konzernchef Frank Blake aber schlecht: Im gesamten Geschäftsjahr werde der Umsatz wohl um acht Prozent fallen und damit noch stärker als bisher erwartet. Der Gewinn der weiterbestehenden Filialen werde um rund ein Viertel einbrechen.

In der düsteren Gewinnprognose sind die Kosten der Schließung von 15 Läden noch nicht einmal berücksichtigt. Weitere 50 Geschäfte strich Home Depot bereits von der Liste geplanter Neueröffnungen. Das Marktumfeld sei hart, sagte Blake. Home Depot passe sich dem auf allen Ebenen an.

Auch Home Depots größter Konkurrent Lowe's hatte am Vortag einen Gewinnrückgang um fast ein Viertel bekanntgegeben. Wegen der Immobilien- und Finanzkrise wird in den USA drastisch weniger gebaut und renoviert. Während des Immobilienbooms der vergangen Jahre hatten viele Verbraucher ihre auf Pump gekauften Häuser aufwendig ausgebaut und dank ständig steigender Preise gewinnbringend weiterverkauft.

Börsenanalysten hatten Schlimmeres erwartet

Analysten hatten bei Home Depot in dem Anfang November beendeten dritten Geschäftsquartal einen noch stärkeren Gewinneinbruch erwartet. Die Aktie notierte im vorbörslichen Handel etwas höher als zum Vortagesschluss von genau 20 Dollar. Home Depot betreibt derzeit mehr als 2250 Filialen, den Großteil davon in den USA und Kanada. Mehr als 300 000 Beschäftigte arbeiten für die Kette.