Händler müssen Kassen mit einem Chip ausstatten, der Umsatz und Mehrwertsteuer registriert, meldet das Handelsblatt.

Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben der Referentenenturf zur geplanten Änderung des Sozialgesetzbuches vor. Ein Teil dessen sei die Pflicht zur Aufrüstung der Kassen. Der Entwurf solle am 30. Juli von der Bundesregierung verabschiedet werden.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) möchte so den Umsatzsteuerbetrug künftig direkt an jeder Ladenkasse bekämpfen, heißt es im Bericht.

Scharfe Kritik der Verbände

Birgit Müller, Steuerexpertin beim Einzelhandelsverband HDE, protestiert gegen „einen Bürokratieaufwand und ein Investitionsvolumen, der jeden Rahmen sprengt".

Die Regierung lobe sich selbst für Bürokratieabbau und schicke gleichzeitig Bürokratiemonster wie den neuen Ladenkassenchip auf die Wirtschaft los, heißt es in einem Schreiben der sieben Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft an das Finanzministerium.

Pro Kasse koste das neue Lesegerät für die Smartcard etwa 50 Euro, schreibt das Handelsblatt. Der Einzelhandel veranschlagt aber mehr als 1.000 Euro pro Kasse. Zudem sind nicht alle Kassen nachrüstbar.