Runners Point-Eigentümer Hannover Finanz macht Kasse - und verkauft die deutsche Sportartikel-Kette an den US-Einzelhändler Foot Locker.

Das teilte Hannover Finanz, der größte Anteilseigner von Runners Point, am Mittwoch mit. Eine entsprechende Vereinbarung hätten die bisherigen Gesellschafter und Foot Locker Europe unterzeichnet.

Unter Vorbehalt einer Zustimmung des Kartellamtes will das US-Unternehmen den deutschen Einzelhändler zu 100 Prozent übernehmen. Runners Point stand seit Juli 2012 zum Verkauf.

Die Anlagegesellschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt hielt seit 2005 drei Viertel der Anteile an Runners Point. 25 Prozent gehörten dem Management, das laut Mitteilung auch nach der Abgabe seiner Anteile das Unternehmen weiter führen soll.

Die auf Sportschuhe und Sportbekleidung spezialisierte Einzelhandelskette aus Recklinghausen hatte zuvor zur früheren KarstadtQuelle-Gruppe gehört. Der Konzern - später in Arcandor umbenannt - hatte sich von dem Sportfachhändler getrennt.

Der Umsatz von Runners Point legte den Angaben zufolge seit dem Einstieg der Hannoveraner von 96 auf 197 Millionen Euro 2012 zu. Das Unternehmen hat ehrgeizige Expansionspläne.