Mit dem planmäßigen Ausbau des Nutzfahrzeugangebotes ist die Beratungskompetenz der Ford-Händler viel stärker gefordert. In Barcelona erleben die Vertriebspartner die Vielfalt des neuen Transporters Transit.

500 Ford-Händler aus ganz Europa, darunter 230 spezialisierte Vertriebspartner aus Deutschland, und ihre besten Kunden reisen in diesen Tagen nach Barcelona. In der "Zona Franca", dem gigantischen Gewerbegebiet der katalanischen Metropole, hat der Automobilhersteller eine stattliche Halle angemietet und darin eine Kleinstadt aus Pappmaché als prächtige Kulisse für die Präsentation des neuen Transit erschaffen.

Die Offensive der Kölner im Segment der leichten Nutzfahrzeuge geht mit der Neuauflage des traditionsreichen Transporters planmäßig in die dritte Runde. Und mit der strategischen Neuausrichtung des gesamten Geschäftsbereichs kommt auch deutlich mehr Beratungsarbeit auf die Verkäufer zu. Einst gab es einen Transit. Jetzt ist eine ganze Familie entstanden und in drei Fällen trägt der Dauerbrenner noch einen Nachnamen: Custom, Connect, Courier - die neue Vielfalt ist erklärungsbedürftig.

Kleiner Citytransporter komplettiert das Angebot

Nach dem Transit Custom (Premiere im Jahr 2012) im Ein-Tonnen-Bereich und dem neuen Stadtlieferwagen Transit Connect (2013) fährt das Unternehmen nun mit dem Transit ohne Namenszusatz das größte Modell des neuen, nutzwertigen Quartetts vor. Wenig später folgt noch die Premiere des Transit Courier als kleinster Citytransporter, der das runderneuerte Angebot dann komplettiert.
 
Während Custom und Connect bereits die begehrten Branchenpreise "Van of the year" abräumten, erste Erfolge in den europäischen Märkten feiern und 2013 maßgeblich zum leichten Anstieg der Ford-Nutzfahrzeugzulassungen in Deutschland auf 25.921 Einheiten und der Marktanteilssteigerung auf 8,48 Prozent beitrugen, werden der "Zwei-Tonner" und der kleine Courier nun ab Mai an die Kundschaft ausgeliefert.

Zweistelliger Marktanteil schon 2014 angepeilt

"Wir erhöhen die Komplexität unseres Angebotes erheblich und erwarten weiter steigende Verkaufszahlen sowie schon 2014 einen zweistelligen Marktanteil", erklärt Nutzfahrzeugchef Bernhard Schmitz die Wachstumsstrategie.

Der neue Transit, der für den europäischen Markt weiterhin im türkischen Kocaeli gebaut wird, deckt mit drei Aufbaulängen und zwei Aufbauhöhen die Transportkapazitäten bis zu 15 Kubikmetern ab. Später soll noch eine Kastenwagenvariante mit gar 18 Kubikmetern Stauraum folgen. Gleich zum Start gibt es auch beim neuen Modell wieder Front-, Heck-, oder Allradantrieb. Die Preise für den Kastenwagen beginnen bei 27.200 Euro (ohne Mehrwertsteuer).

Vier Europaletten passen rein

Praktische Details helfen im Alltag: Der neuen Größe des Fahrzeugs sind auch die Öffnungen der Heck- und Seitentüren angepasst, um das Beladen mit maximal vier Europaletten zu erleichtern. Es gibt eine drei Meter lange Ladefläche, einen leicht zu reinigenden Kunststoffboden und an der Bordwand befestigte Verzurrösen sowie ebene Laderaumwände.

Und die Rheinländer haben nicht nur an die Fracht sondern auch an den Fahrer gedacht. Der genießt einen Arbeitsplatz in bester Pkw-Manier mit zahlreichen technischen Hilfestellungen wie einer Rückfahrkamera, eine beheizbare Frontscheibe und viele Ablagemöglichkeiten. Weitere Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Audiosystem oder Geschwindigkeitsregelanlage beinhaltet das "Trend"-Ausstattungspaket für 1.800 Euro.

Dieselmotor in drei Leistungsstufen

Als Antriebsquelle dient, wie auch beim Custom, der in Zusammenarbeit mit dem französischen PSA-Konzern (Peugeot, Citroen) entwickelte 2,2-Liter-Diesel in drei Leistungsstufen mit 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 114 kW/155 PS, wobei die mittlere Version beim ersten Kennenlerntermin bereits einen ausreichend starken Eindruck hinterließ und nach Einschätzung von Ford-Marketingmanager Sven Ludwig auch "50 Prozent Anteil am Modellmix" erreichen wird.

Kostenbewussten Unternehmern und ebensolchen Fuhrparkverwaltern verspricht Ford geringen Dieseldurst mit einem Referenzverbrauchswert von 6,4 Litern auf 100 Kilometern und Wartungsintervallen von 50.000 Kilometern (oder alle zwei Jahre).

Bernd Nusser