Forrester Research prognostiziert bis zum Jahr 2005 einen Umsatz von 900 Milliarden Euro über Internet-Marktplätze in Europa.

Forrester Research prognostiziert bis zum Jahr 2005 einen Umsatz von 900 Milliarden Euro über Internet-Marktplätze in Europa.

In Europa wird bis zum Jahr 2005 über B2B-Online-Marktplätze ein Volumen von 900 Milliarden Euro abgewickelt werden. Laut der neusten Forrester Studie "Euro eMarketplaces To Hype" entspricht das einem Anteil von 6% des Business-to-Business-Handels in der EU. Alleine in Deutschland werden 270 Milliarden Euro über die elekronischen Marktplätze abgewickelt werden. Die Anzahl der B2B-Marktplätze wird im nächsten Jahr auf bis zu 1000 ansteigen, bevor eine starke Konsolidierungswelle einsetzt, so Forrester weiter. In fünf Jahren existiert dann nur noch jeder zwanzigste B2B-Marktplatz, somit bleiben in Europa etwa 50 virtuelle Handelsportale übrig. Die meisten E-Marketplaces werden laut Forrester daran scheitern, dass es ihnen nicht gelingt, die kritische Masse an Käufern und Verkäufern zu erreichen und ihnen dadurch sehr bald die finanziellen Mittel ausgehen.

Die Hälfte des Handels über E-Marketplaces in der EU wird sich bis zum Jahr 2005 auf Deutschland und England konzentrieren. Diese beiden wirtschaftlichen Schwergewichte werden die eng mit ihnen verbundene Regionen, wie die Benelux-Staaten und Irland, im Windschatten mit sich ziehen, so dass diese im Jahr 2003 Wachstumsraten von über 200% verzeichnen können.

"Zahlreiche Unternehmen in den Bereichen Kaufen und Verkaufen werden von den enormen Handelsvolumen angezogen, das in den nächsten vier Jahren über die E-Marktplätze abgewickelt wird und werden sich bemühen, selbst daran teilzuhaben," erklärt Jaap Favier, Senior-Analyst bei Forrester Research B.V. "Jedoch nur eine von 20 Initiativen dieser Art wird den Kampf um Macht und Volumen überstehen."

Die von Forrester mit Führungskräften geführten Gespräche lassen eine optimistische Einstellung zu den E-Marktplätzen erkennen: Quer durch alle Branchen und Länder Europas verlegen Unternehmen große Teile ihres Handels ins Internet. Forrester ist überzeugt, dass dieser Enthusiasmus gerechtfertigt ist und dass es zu einer Blüte der E-Marketplaces in Europa kommen wird. Die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen werden jedoch dazu führen, dass einige Akteure fünf Jahre vor anderen im Rennen sind. Drei Branchen halten den Löwenanteil am Online-Handel: Automobilindustrie, Transportsektor und Elektroindustrie. Unternehmen aus der Baubranche und dem Industrieanlagenbereich hinken hinterher, wenngleich es auch dort Nischen gibt, die eine zwar langsamere, dennoch erfolgreiche Entwicklung nehmen werden.

"Aus den in Europa bis zum Jahr 2002 lancierten E-Marktplätzen werden sich drei Typen von Marktplätzen herausbilden: Käufer-Sites mit Ausrichtung auf E-Beschaffung; Verkäufer-Sites, die sich auf den Channel-Verkauf konzentrieren und neutrale Handels-Sites, die von Dritten eingerichtet und fragmentierte Märkte anzapfen werden," erläuterte Favier.

Forrester befragte für die Studie "Euro eMarketplaces Top Hype" 55 Führungskräfte aus den Bereichen Beschaffung und Verkauf internationaler B2B-Unternehmen sowie 20 Marktmacher und Technologieanbieter. 70% der Befragten gehen davon aus, dass sie bis zum Jahr 2004 mehr als ein Viertel ihrer Geschäftstätigkeit über E-Marktplätze abwickeln werden. Darüber hinaus hoffen vier von fünf der befragten Unternehmen auf eine Kapitalbeteiligung an einem oder mehreren E-Marktplätzen. Für diesen Bericht führte Forrester ferner eine detaillierte Analyse von 14 Zulieferketten aus 15 Ländern Europas durch (die Zahlen können auf Wunsch vorgelegt werden).


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