Der Möbelhändler Habitat hat einen neuen Besitzer: Das französische Unternehmen Cafom übernimmt in drei Ländern die Läden der Kultmarke - auch in Deutschland.

Die französische Gruppe Cafom übernimmt die 38 Habitat-Filialen in Frankreich, Deutschland und Spanien. Die britischen Läden wurden bereits an die Gruppe Home Retail verkauft.

Habitat sei eine weltbekannte Marke, sagte Cafom-Chef Hervé Giaoui. Diese Gelegenheit wollte er sich nicht entgehen lassen.

Habitat Europe hat fünf Filialen in Deutschland, unter anderem in Düsseldorf, Stuttgart und Köln. Giaoui möchte die Kette im Ausland weiterentwickeln und dabei seine eigenen Franchise-Ketten nutzen.

Einst eine Ikea-Schwester

Cafom verkauft Möbel, Haushaltszubehör und Elektrogeräten und beziffert den Jahresumsatz für 2010 auf rund 242 Millionen Euro. Die Höhe der Kaufsumme wurde nicht mitgeteilt.

Die Habitat-Eigentümer, die Sanierungsexperten der Investorengruppe Hilco, hatten das Unternehmen einst von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad für symbolische 3 Euro übernommen.

Kamprad wollte die Kette zu einer designorientierten Schwester der blau-gelben Möbelhäuser aufbauen, was jedoch misslang.