Verband ruft Tabakwarenhändler zur Unterschriftensammlung auf. Ziel ist eine Aufweichung der Nichtraucherschutzgesetze der Länder.

Der Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) ruft seine Mitglieder dazu auf, "gemeinsam mit ihren Kunden zu zeigen, dass sie für die Wahlfreiheit für Raucher und Nichtraucher sind". Die Tabakwarenhändler sollen Unterschriften sammeln und diese bis 30. August 2008 per Post oder per E-Mail direkt an den zuständigen Ministerpräsidenten schicken.

Das erklärte Ziel der Aktion ist es, alle Nichtraucherschutzgesetze der Länder so zu modifizieren, "dass Einraum-Gaststätten und Tabakwaren-Fachgeschäfte selbst entscheiden können, ob bei ihnen geraucht wird oder nicht".

In mehreren Bundesländern sind bereits Ausnahmeregelungen für Einraum-Gaststätten beschlossen worden. Auch das Bundesverfassungsgericht verhandelt aktuell über das Rauchverbot in Gaststätten. Hier wird im Sommer mit einem Urteil gerechnet.

Mit der Unterstützung vom Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) und des Branchenorgans Die Tabak Zeitung hat der BTWE bereits die bundesweite Plakataktion "Demokratie heißt Wahlfreiheit - Dies gilt auch für Raucher und Wirte" durchgeführt.