Das Geschäftsklima im Mittelstand hat sich deutlich verbessert. Insbesondere Großunternehmen aus dem Handel zeigen sich im KfW-Mittelstandsbarometer zuversichtlich.

Das Geschäftsklima im Mittelstand ist im März nach einem Rückschlag im Vormonat auf den seit Frühjahr 2009 eingeschlagenen Erholungskurs zurückgekehrt. Das zeigt das heute veröffentlichte KfW-ifo-Mittelstandsbarometer.

Sowohl die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate als auch die Urteile zur aktuellen Geschäftslage der befragten Unternehmen verbesserten sich deutlich und  liegen zum ersten Mal seit dem Beginn der massiven Lageverschlechterungen im November 2008 wieder leicht im positiven Bereich.

Gute Stimmung auch bei den Großunternehmen

Ähnlich positiv zeigt sich die Stimmung bei den Großunternehmen. Ausschlaggebend hierfür ist die sehr starke Aufhellung der Lageurteile, während die Geschäftserwartungen bereits seit einigen Monaten auf einem sehr hohen Niveau liegen. Den deutlichsten Sprung hin zu einem positiven Geschäftsklima verzeichnet der Index bei den Großunternehmen des Einzelhandels.

Gleichwohl sind die Lageurteile der Großunternehmen trotz ihres enormen Anstiegs einer der ganz wenigen Indikatoren des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, die noch im negativen Bereich verharren.

Schwache bis moderate Erholung erwartet

"Der dynamische Start des Mittelstands wie auch der Großunternehmen in den Frühling hat im Ausmaß - nicht in der Richtung - positiv überrascht", urteilt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Gleichwohl gibt es keinen Anlass, das Bild einer lediglich schwachen bis moderaten Erholung zu revidieren." Zum einen spreche aus den Zahlen die Erleichterung über das Ende des ungewöhnlich harten Winters. Zum anderen vollziehe der deutliche Anstieg der Lageurteile nur nach, was die bereits seit längerem hohen Erwartungen schon angekündigt hatten.

Der Chefvolkswirt der KfW sieht durch das März-Ergebnis des Mittelstandsbarometers daher seine Einschätzung bestätigt, dass es nach einem witterungsbedingt schwachen ersten Quartal zu einer deutlichen Belebung der Wirtschaftsaktivität im Frühjahr kommen wird.

"Mit Blick auf das zweite Halbjahr dürften sich hingegen zentrale Belastungsfaktoren wie die weiter enorme Unterauslastung der Kapazitäten sowie die steigende Arbeitslosigkeit vor allem in der Binnenkonjunktur wieder stärker bemerkbar machen", warnt Irsch. Die staatliche Förderbank geht für 2010 von einem Realwachstum von "kaum über 1,5 Prozent aus.