Volkswagen steckt die aktuelle Passat-Generation wieder in ein Outdoor-Kostüm. Der "Alltrack" kommt auch abseits des Asphalts voran und empfiehlt sich als Zugwagen.

Der nächste Winter kommt bestimmt. Rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit hat Volkswagen den zu Jahresbeginn neu aufgelegten Passat Variant nun wieder in sein „Alltrack“-Blechkleid gesteckt. Sicher zur Freude aller Dienstwagenfahrer, die allzu gerne auch mal einen trendigen SUV fahren würden, aufgrund der Flottenrichtlinien im Unternehmen aber „nur“ den Fuhrpark-Klassiker aus Wolfsburg wählen dürfen.

Outdoor-Optik mit mehr Bodenfreiheit und Unterfahrschutz, permanenter Allradantrieb und 2.200 Kilogramm Anhängelast kennzeichnen auch die Neuinterpretation des Geländegängers auf Basis der achten Passat-Generation. Ein spezielles Offroad-Fahrprogramm aus den Geländewagen-Brüdern Touareg und Tiguan und eine Bergabfahrhilfe runden das Paket wie schon beim seit 2012 angebotenen Vorgänger ab. Dazu gibt es optional einen Gespannmanövrierassistenten, der den Hänger wie von Zauberhand in die gewünschte Position bringt.

Üppiges Kofferraumvolumen bleibt erhalten

Derart ausstaffiert, eignet sich Deutschlands Dienstwagen Nummer eins auch für den Kundenbesuch in alpiner Höhenlage, als Pulsentschleuniger im Terminstress bei Eis und Schnee oder als Zugpferd für den mobilen Verkaufsstand – unter Beibehaltung der üppigen Platzverhältnisse der allenthalben gelobten Standardversion. Auch der Alltrack gehört mit einem Kofferraumvolumen von 639 bis 1.769 Litern zu den ganz Großen der Zunft.

Auf einer ersten Testfahrt zeigte sich, dass schon der 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS für 38.530 Euro die Anforderungen an den Allrounder mühelos erfüllt. Den Trekkinganzug gibt es freilich nicht zum Nulltarif. Zum Vergleich: Der „zivile“ Passat Variant steht mit gleicher Motor-, Antriebs- und Getriebe-Kombination in der Einsteiger-Ausstattungsstufe „Trendline“ bereits für 33.550 Euro in der Preisliste.

Normverbrauch zwischen 4,9 und 5,5 Liter

Noch durchzugsstärker geht es natürlich mit 140 kW/190 PS inklusive Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (43.200 Euro) oder gar dem Top-Modell mit 176 kW/240 und siebenstufiger Automatik (47.150 Euro) voran. Die Dieselnormverbrauchsangaben liegen zwischen 4,9 und 5,5 Litern. Zudem steht noch ein Benziner mit 162 kW/220 PS für 42.575 Euro im Angebot.

Mit 10 Prozent Verkaufsanteil verfügt der Alltrack im vielfältigen Passat-Portfolio über einen festen Kundenstamm und ist auf Deutschlands Straßen damit alles andere als ein Nischenfahrzeug. Knapp 59.000 Passat-Neuzulassungen (plus 37,2 Prozent) registrierte das Flensburger Kraftfahrtbundesamt in den ersten sieben Monaten des Jahres. Damit setzt VW allein von der Off-Road-Variante mehr Einheiten ab als Kombi-Wettbewerber, wie beispielsweise Citroen C 5, Peugeot 508, Mazda 6, Toyota Avensis, Hyundai i40 oder Volvo V 60 mit ihrer gesamten Baureihe.

Bernd Nusser