Die Umbauarbeiten im Konzern zahlen sich für Douglas aus. Die Pafümerien und sogar Thalia sorgten für eine passable Bilanz im Dezember. Es gab aber erstmals Schwächen bei einer sonst erfolgreichen Tochter.

Der Handelskonzern Douglas hat im Weihnachtsgeschäft dank kräftig klingelnder Kassen in den Parfümerien und Fortschritten bei der Buchtochter Thalia mehr verdient. In den Monaten Oktober bis Dezember 2012 stieg der Konzernüberschuss zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf rund 96 Millionen Euro, wie der vom US-Finanzinvestor Advent übernommene Konzern am Mittwoch bekanntgab.

Vorstandschef Henning Kreke schreibt in einer Mitteilung von einer soliden Basis für den weiteren Verlauf des Anfang Oktober begonnenen neuen Geschäftsjahres 2012/13.

Allerdings schwächelte im Weihnachtsgeschäft ausgerechnet die zum Konzern gehörende Schmuckhandelskette Christ, die bisher neben den Douglas-Parfümerien als ertragreich galt.

Thalia mit gutem Ergebnis im Weihnachtsgeschäft

Die Buchtochter Thalia, die derzeit aufwendig umgebaut wird, hatte den Konzern im alten Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) tief in die roten Zahlen gedrückt. Inzwischen sind die Sanierungskosten nach Angaben des Unternehmens weitgehend beglichen.

Thalia verbesserte ihr Ergebnis im Weihnachtsgeschäft deutlich, verliert aber weiterhin Umsatz. Zu Schaffen macht der Buchkette die Internetkonkurrenz beispielsweise durch Amazon. Thalia nimmt neue Sortimente wie Spielwaren in ihre Läden auf, mancherorts wird die Ladenfläche aber auch verkleinert.

Hussel bleibt stabil

Einen Durchhänger hatte die Tochter Christ, deren Umsatz im Weihnachtsgeschäft leicht sank. Das Vorsteuerergebnis der Schmuckläden ging sogar deutlich zurück.

Zum Konzern gehört außerdem die Süßwarenkette Hussel, die ihr Ergebnis stabil hielt. Die Modehäuser AppelrathCüpper steigerten ihr Ergebnis trotz Wetterkapriolen, die dem Textilhandel zu schaffen machen.

Der Konzernumsatz im Weihnachtsgeschäft stieg um 1,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. "Das Weihnachtsgeschäft war okay, ist aber leicht unter unseren Erwartungen geblieben", hatte Vorstandschef Henning Kreke bereits vor gut zwei Wochen bei der Bilanzvorlage erklärt.

Der Konzernchef verwies damals auf fehlende Spontankäufe im Weihnachtsgeschäft. Statt schon Wochen vor dem Weihnachtsfest durch die Läden zu bummeln und spontan zu kaufen, hätten sich viele Kunden im Internet informiert und seien dann später in die Läden gekommen.

Der frühere Mdax-Konzern steht vor seinem Abschied von der Börse. Nach der Übernahme durch Advent sollen die verbliebenen Aktionäre heraus gedrängt werden. Advent will den Hagener Konzern mit der Gründerfamilie Kreke abseits der Finanzmärkte weiter entwickeln.