Das Insolvenzverfahren für die angeschlagene Kaufhauskette Woolworth kommt voran. Um die Details der Transfergesellschaft für Mitarbeiter wird derzeit aber noch hart gerungen.

Er rechne Anfang Juli mit einer richterlichen Entscheidung zur formalen Eröffnung des Verfahrens, erklärte am Freitag ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Ottmar Hermann in Frankfurt am Main. Zum gleichen Zeitpunkt müsse die angestrebte Transfergesellschaft für die bundesweit rund 9.700 Mitarbeiter entstehen.

Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit bereits Mitte April Insolvenzantrag gestellt. Hermann strebt die Weiterführung von etwa der Hälfte der 311 Filialen in Deutschland an. Bislang ist kein neuer Investor gefunden.

Dauer der Transfergesellschaft noch unklar

Um die Details der Beschäftigungsgesellschaft werde derzeit hart gerungen, sagte der Sprecher. Aus ihr können die Woolworth-Leute in eine Nachfolgegesellschaft und zu anderen Arbeitgebern wechseln oder zumindest die Arbeitslosigkeit aufschieben.

Noch unklar sei die Dauer der Transfergesellschaft, die laut Gesetz zwischen sechs und zwölf Monaten betrage. Der Verwalter Hermann strebe zudem an, die gesetzlichen vorgeschriebenen Zahlungen an die Mitarbeiter in Höhe des Arbeitslosengeldes I auf 80 Prozent der letzten Bezüge aufzustocken.