Der Einzelhandel büßte 2009 so stark Umsatz ein, wie seit sieben Jahren nicht mehr, teilt das Statistische Bundesamt mit. Nur mit pharmazeutischen Produkten und Kosmetik erzielte die Branche ein Plus.

Auch das Weihnachtgeschäft hat den deutschen Einzelhandel im Jahr 2009 nicht vor herben Umsatzeinbußen bewahrt. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr real (inflationsbereinigt) um 1,8 Prozent.

Damit lag der Umsatz der Branche bei 392,1 Milliarden Euro; 6,5 Milliarden Euro weniger als 2008. Einen ähnlich drastischen Rückgang hatte es nach Angaben der Wiesbadener Behörde zuletzt im Jahr der Einführung des Euro-Bargeldes 2002 gegeben: Damals sanken die Umsätze um 2,6 Prozent.

Postive Zahlen zum Jahresende

Zum Jahresende zogen die Erlöse wieder etwas an. Die Unternehmen machten 0,8 Prozent mehr Umsatz als im November.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Dezember 2009 0,5 Prozent weniger um als im Dezember 2008. Dabei wurde bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten 0,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat abgesetzt.

Umsatzplus bei Kosmetikprodukten

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Dezember 2009 (minus 3,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Nur mit pharmazeutischen Produkten, Kosmetik und Medizin machte die Branche ein Umsatzplus von 2,3 Prozent.