Die Internationale Funkausstellung hatte schon so mancher abgeschrieben. Doch sie hat sich neu erfunden - und hat somit das Zeug zur Leitmesse.

Aus zwei mach eins: Nachdem die Internationale Funkausstellung (IFA) in den vergangenen Jahren so vor sich hindümpelte, überlegte sich die Messe ein paar Änderungen. Zum Beispiel gab sie den Zweijahrestakt auf und findet nun jährlich statt. Außerdem vereinten die Veranstalter Haushaltsgeräte und Home Entertainment unter einem Dach.

Kühlschrank neben Flachbildschirm

Neben den Technikfreaks kommen nun auch praktisch denkende Haushaltsvorstände auf ihre Kosten: Weil nun auch Hersteller der sogenannten weißen Ware ihre Produkte in Berlin vorstellen, kann schon einmal der flachste Flachbildschirm der Welt in direkter Nachbarschaft zu dem Kühlschrank mit integriertem Fernseher stehen.

Die Vermischung ist dabei so neu nicht für die Konsumenten: In den großen Elektrofachmärkten ist diese Präsentation schon lange selbstverständlich. Sinn ergibt es ohnehin: Schließlich steckt in Kühlschränken, Spülmaschinen oder Kaffeezubereitern heute komplizierte Technik.

Ausstellerrekord

Die IFA hat gezeigt, dass sie im Hier und Jetzt angekommen ist: Sie hat das Konzept verändert, ohne Kunden zu vergraulen. Mit 1245 Ausstellern erzielt die Messe Berlin in diesem Jahr einen neuen Rekord. Die Rechnung scheint also aufzugehen: Berlin hat eine neue Leitmesse.