Der Zusammenschluss der Discounter Netto und Plus zu einem neuen Discountriesen soll Anfang kommenden Jahres erfolgen.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub nannte am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz den 1. Januar 2009 als angestrebtes Datum.

Die Auflagen des Bundeskartellamtes seien mit der geforderten Abgabe von rund 400 Plus-Filialen höher als erwartet ausgefallen, so Haub. Wer den Zuschlag erhalte, sei in den kommenden Wochen endgültig mit den Wettbewerbshütern zu klären.

Eine Option sei der Verkauf eines großen Paketes von rund 300 Filialen an die Penny-Mutter Rewe, sagte der Tengelmann-Chef. Die andere Option sei der Verkauf kleinerer Filialpakete unter anderem an Norma.

Billiganbieter gefragt

Die Discounter werden nach Einschätzung des Handelskonzerns von der Finanzmarktkrise und der Konjunkturabkühlung profitieren. „Discount ist noch wertvoller geworden”, sagte Karl-Erivan Haub.
 
Tengelmann werde am neuen Lebensmittel-Discountriesen Netto/Plus voraussichtlich mit 20 Prozent beteiligt sein und könne damit an dem zu erwartenden Erfolg teilhaben.

Bei Bekleidung sei Tengelmann mit dem Discounter Kik auf Wachstumskurs. Sowohl im deutschen Bekleidungshandel als auch in der Baumarktbranche erwartet Haub allerdings einen harten Ausleseprozess.