Die Ingenico Group, einer der weltgrößten Hersteller von Kartenlesegeräten, übernimmt den Internet-Zahlungsdienstleister Ogone. Online- und Offline-Payment wachsen zusammen.

Es ist ein Paukenschlag für die Branche der Zahlungsdienstleister: Der französische Terminalhersteller Ingenico kauft den belgischen Internet-Zahlungsabwickler Ogone für einen Kaufpreis von 360 Millionen Euro.

"Die Akquisition ist ein Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie hin zum 'One-Stop-Shop'-Anbieter von Zahlungslösungen auf allen Kanälen für Handelskunden - online, offline und mobil", heißt es in einer Pressemitteilung von Ingenico, die am heutigen Dienstag verbreitet wurde.

Zur Ingenico, neben Verifone einer der größten Hersteller von Kartenlesegeräten, gehört unter anderen die Easycash, eine der marktführenden EC-Cash-Netzbetreiber auf dem deutschen Markt.

Ingenico kauft sich das fehlende Puzzelstück

Das Ratinger Unternehmen wickelt die Kredit- und Debitkartenzahlung für eine ganze Reihe führender Handelsunternehmen (Metro, Rewe, Hornbach, dm, Rossmann, etc.) ab und managt die technische Infrastruktur der Kartenlesegeräte am POS. Eine Onlinestrategie mit Paymentangeboten für die Webshops der Handelskunden verfolgte das Unternehmen bislang eher am Rande.

Die Übernahme von Ogone ermöglicht Ingenico und Easycash nun, ihren Handelskunden ein deutlich erweitertes Portfolio an Internetzahlungenslösungen anzubieten, ohne den Umweg über externe Acquirer und Payment Service Provider gehen zu müssen. Ogone seinerseits erhält die Möglichkeit des direkten Zugangs zu stationären Händlern bis hin zur Integration von technischen Lösungen am POS.

Darüber hinaus erhält Ogone für die geplante globale Expansion die Finanzkraft und das weltweite Netzwerk von Ingenico. Ein Drittel des Kaufpreises von 360 Millionen Euro zahlt das Unternehmen bar. Die Übernahme soll noch im ersten Quartal dieses Jahres über die Bühne gehen.