Seit 15 Jahren ist Hyundai Sponsor des Fußball-Weltverbandes. Die Millionen-Investitionen zahlen sich nun aus, die koreanische Marke hat nicht nur in Deutschland erheblich an Bekanntheit gewonnen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nähert sich ihrem Höhepunkt - und Hyundai hat Hochkonjunktur. Seit 1999 ist der koreanische Automobilhersteller einer der Hauptpartner des Fußball-Weltverbandes Fifa, und das Sponsoring zahlt sich jetzt aus.

Die Bekanntheit der Marke, die in Deutschland 1991 startete und nun mit mehr als 100.000 Zulassungen pro Jahr zum größten asiatischen und zweitgrößten Importeur überhaupt aufstieg, wächst beständig.

Koreaner bleiben am Ball

"Die so genannte gestützte Erinnerung an den Markennamen hat sich seit der ersten Messung 2003 verdreifacht", sagt Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick. Dafür dürften auch die europaweiten Fan-Meilen für Public Viewing-Veranstaltungen gesorgt haben. "Hyundai-Fan-Parks" heißen diese Areale. Auch bei den nächsten beiden Weltmeisterschaften in Russland und Katar bleibt der Autobauer am Ball: Der Vertrag mit der Fifa wurde bereits bis 2022 verlängert.

"Wir steigern durch das Fußballengagement nicht nur unsere Bekanntheit, sondern auch unsere Verkäufe", erklärt Unternehmenssprecher Bernhard Voß und ergänzt: "Unsere Händler erhalten reichlich POS-Material und können alle Werbeaktivitäten der Marke beispielsweise zu eigenen Public Viewing-Veranstaltungen in ihren Verkaufsräumen nutzen."

Steilvorlage für Kundenbindungsmaßnahmen

Für die 560 Vertriebspartner ist das eine Steilvorlage zu Kundenbindungsmaßnahmen. Mittlerweile ist das Absatzminus aus den ersten Monaten des Jahres, als der Importeur seine erheblichen Bestände aus Tageszulassungen abbaute, fast ausgeglichen. Schrick erwartet für 2014 ein Ergebnis auf dem Vorjahresniveau.

Einen Schub dürfte das Geschäft von Hyundai auch im WM-Land Brasilien erhalten, wo es dem Autohersteller mittlerweile gelungen ist, in die Phalanx der "großen Vier" mit Fiat, Volkswagen, General Motors und Ford einzudringen, die zusammen 70 Prozent der rund 3,6 Millionen Zulassungen pro Jahr auf sich vereinen. Die Koreaner bauten ihren Marktanteil in dem Land auf nunmehr 5 Prozent aus. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Anteil 3 Prozent.

Bernd Nusser