Von der Fußballbegeisterung in Deutschland profitiert auch der Handel. Der Absatz von Trikots und Schuhen ist mächtig gestiegen. Die Kunden mögen sogar den flatterhaften WM-Ball.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft ist derzeit der beste Werbeträger für den Sportartikelhandel. Bis ins Halbfinale hat es die Elf bei der Weltmeisterschaft in Südafrika geschafft, und die Begeisterung hierzulande hat bereits fast die Dimension des Turniers von 2006 erreicht.

Eine der Folgen: Der Umsatz von Fußballartikeln schnellte in den vergangenen vier Wochen nach oben. Er macht mit 24,3 Prozent inzwischen fast ein Viertel des Gesamtumsatzes im Sportartikelmarkt aus und liegt damit deutlich vor den Kategorien Bergsport/Wandern, Running und Baden/Beach, meldet das Markforschungsinstitut media control.

Der kolossale Anstieg wird besonders bei einem Blick auf die Zahlen von vor vier Wochen deutlich: Damals lag der Fußballanteil am Gesamtmarkt noch bei 15,5 Prozent.

Trikots verkaufen sich am besten

Der meiste Umsatz mit Fußballartikeln wird laut media control mit Textilien wie Trikots, T-Shirts und Teamhosen erzielt. Hier beträgt der Anteil am Gesamtsegment 65 Prozent. Danach folgen Fußballschuhe mit einem Anteil von 23 Prozent. Torwarthandschuhe, Fußbälle und Schienbeinschoner erreichen einen Anteil von zwölf Prozent.

Beliebtester Torwarthandschuh ist der "F 50 Training" von Adidas. Begehrtester Ball ist die Miniversion des "Jabulani", wie der offizielle WM-Balls dieses Turniers heißt. Der wegen seiner flatterhaften Flugeigenschaften vor allem von Torhütern gescholtene Ball wird ebenfalls von Adidas produziert. Meistgekaufter Schienbeinschoner ist der "T 90 Charge" von Nike.

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