Der Fachhandel für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur gibt sich optimistisch - und rechnet 2011 mit einem moderaten Wachstum.

Als Vertreter des Fachhandels für Glas, Porzellan, Besteck, Hausrat und Geschenkartikel blickt der GPK-Bundesverband "zufrieden" auf das Jahr 2010 zurück. "Nur 0,2 Prozentpunkte" sei man hinter dem Vorjahresumsatz zurück geblieben, teilte der Verband anlässlich der Messe Ambiente in Frankfurt mit.

Die Monate Januar und Dezember hätten unter dem starken Schnee, Juni und Juli unter Hitze und Fußball-WM gelitten. Dafür seien Februar und März, der verregnete August und das frühe Weihnachtsgeschäft gut gelaufen, teilte GPK-Verbandspräsident Gerald Funk mit.

Das Marktvolumen der Branche sei seit 2007 nur leicht rückläufig, so Funk weiter. Es umfasste nach Angaben der BBE Handelsberatung im Jahr 2009 im Sortimentsbereich Tavola (Trinkgläser, Gerschirr, Bestecke und Tischwaren) 2,9 Milliarden Euro und im Bereich Domus (Dekoration, Kerzen) 2,4 Milliarden Euro. 3,4 Milliarden Euro setzte der Handel im Segment Cucina (Koch- und Backgeschirr, Pfannen, Messer, Küchenhelfer) um.

Küchengeräte als Designobjekte

Rückläufig waren im vergangenen Jahr die Umsätze mit Geschirr (minus 6 Prozent) und Trinkglas (minus 5 Prozent), Besteck blieb "nahezu stabil", während Töpfe und Pfannen um 4 Prozent, Elektrogeräte um 9 Prozent und die übrigen Haushaltssortimente um 7 Prozent zulegen konnten.

Umsatzimpulse für das laufende Jahr erhofft sich die Branche von Grills und Grillzubehör, deren Marktvolumen laut BBE innerhalb von nur vier Jahren um 70 Prozent gestiegen sei, sowie von Küchengeräten - allen voran Kaffeeautomaten. "Bei Kaffeevollautomaten ist mit einem Marktanteil von bisher 15 Prozent kein Ende abzusehen", freut sich Funk.

Auch bei Toastern und Küchenmaschinen setze sich der Trend zu höherwertigen Modellen fort. Diese würden von den Verbrauchern immer mehr als Designobjekte gesehen.