Die deutschen Konsumenten haben im vergangenen Jahr eine Rekordsumme fürs Heimwerken ausgegeben. Vor allem das Gartensortiment machte den Baumärkten Freude.

In den 2.447 Baumärkten Deutschlands wurden im vergangenen Jahr 18,4 Milliarden Euro umgesetzt - so viel wie noch nie zuvor. Das sei ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zu 2009, sagte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB), Michael Baumgardt, am Mittwoch in Frankfurt am Main.

Herausragend war erneut der Gartenbereich, der nach Angaben des BHB für 22 Prozent des Umsatzes verantwortlich war.


Im Gegensatz zum Umsatz blieb die Zahl der Märkte mit mehr als 1.000 Quadratmeter konstant. Sie pendelt seit knapp 15 Jahren um den Wert von 2.500.

Der Umsatz zog im selben Zeitraum dagegen um rund 25 Prozent an - auch weil kleinere Märkte mehr und mehr durch große Hallen ersetzt werden.

Rekord auch bei der Verkaufsfläche

Die gesamte Verkaufsfläche erreichte 2010 einen neuen Rekordwert von 13,179 Millionen Quadratmetern - das entspricht knapp achtmal der Größe der Insel Helgoland.

Estmals hat der BHB indes die volkswirtschaftliche Bedeutung seiner Branche ermitteln lassen. Eine im März veröffentlichte Studie der IHB Retail Consultans GmbH in Köln kam zu dem Ergebnis, dass Deutschlands Heimwerker-Sektor mit 29,5 Milliarden Euro für 1,4 Prozent der Brutto-Wertschöpfung sorge. Knapp 480.000 Arbeitsplätze würden dadurch gesichert.

Im Ranking der umsatzstärksten Unternehmen landete 2010 der Baumarktbetreiber Bauhaus hinter dem Branchenführer Obi erstmals auf Platz zwei und verwies den Praktiker-Konzern auf den den dritten Rang.