Die Deutschen kauften im September nicht so viel ein, wie Experten erwartet hatten. Der Einzelhandel setzte immerhin 0,3 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt.

Experten hatten eine bessere Konsumlaune im September erwartet - doch sie stagnierte: Die deutschen Handelsunternehmen setzten im September 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real "nur" 0,3 Prozent mehr um als im September 2010.

Volkswirte hatten mit einem deutlicheren Plus von rund 1,6 Prozent gerechnet. Nominal, also nicht inflationsbereinigt, betrug das Umsatzplus 2,2 Prozent. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

Im Vergleich zum August 2011 ist der Umsatz den Statistikern zufolge im September 2011 kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,0 Prozent und real um 0,4 Prozent gestiegen.

Gegessen wird immer

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte demnach im September 2011 nominal 4,1 Prozent und real 1,7 Prozent mehr um als im September 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 4,2 Prozent und real um 1,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Beim Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln ("Non-Food") lagen die Umsätze im September 2011 nominal um 0,5 Prozent höher, real aber um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Hier schlägt vor allem das deutliche Minus der Sparte "Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren" mit real 8,9 Prozent zu Buche.   

Onlinehandel mit größtem Umsatzzuwachs

Freuen können sich unterdessen auch weiterhin die Onlinehändler: Unternehmen, die den größten Teil ihrer Waren über das Internet- und den Versandhandel vertreiben, hatten mit einem nominalen Plus von 6,7 Prozent und real 5,0 Prozent die höchsten Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von Januar bis September 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,7 Prozent und real 1,2 Prozent mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Handelsverband HDE gibt sich optimistisch für den Jahresendspurt.