Der Tabakwarenhandel erwartet für 2011 ein Umsatzplus - und sorgt sich um neue EU-Richtlinien, die das Ladensterben in der Branche beschleunigen könnten.

Die deutsche Tabakbranche rechnet nach Umsatzverlusten im vergangenen Jahr für 2011 wieder mit einem Plus. Im ersten Halbjahr hätten sich die Einnahmen von 11,0 auf knapp 11,7 Milliarden Euro erhöht, gab der Verband der Deutschen Rauchtabakindustrie am Freitag zum Auftakt der Messe "Intertabac" bekannt.

Kritisch sieht die Branche eine geplante neue EU-Richtlinie: Bis 2014 könnte es zu weitergehenden Warnhinweisen auf Verpackungen bis hin zur Einheitspackung kommen.

In Geschäften könnten den Plänen nach Tabakwaren nicht mehr offen präsentiert werden. Das würde zu einem Geschäftssterben führen, sagte Adam-Claus Eckert vom Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels.