Die Gerry Weber International AG legt für das vergangene Geschäftsjahr glänzende Zahlen vor und plant den Ausbau der eigenen Retail-Aktivitäten.

Die Gerry Weber International AG konnte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 um 13 Prozent auf 702,7 Millionen Euro steigern. Damit bestätgte das Modeunternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am heutigen Montag die bereits bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Dividende soll um 18,2 Prozent uf Euro 0,65 pro Aktie zu erhöht werden. Die EBIT-Marge konnte von 13,4 Prozent auf 14,2 Prozent ausgebaut werden. 59,9 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland.

"Insbesondere aufgrund der Ausweitung des eigenen Retail-Bereiches sowie des stringenten Kostenmanagements der Gesellschaft erhöhte sich das operative Ergebnis mit 19,6 Prozent noch deutlicher als der Umsatz und betrug zum Geschäftsjahresende 99,6 Millionen Euro", teilt das Unternehmen mit.

Wissmach-Filialen werden zu Monolabel-Stores

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von minus 2 Millionen Euro sowie Steuern von 30,6 Millionen Euro erwirtschaftete die Gerry Weber Gruppe einen Jahresüberschuss von 67 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 24,2 Prozent.

Anfang Februar hatte das Unternehmen die Übernahme von rund 200 Filialen der insolventen Wissmach Modefilialen GmbH bekannt gegeben.
Der Großteil der ehemaligen Wissmach-Filialen soll im Laufe des Jahres vorrangig in Monolabel-Stores der Gerry Weber Marken Taifun und Samoon umgewandelt werden.

In diesem Zusammenhang erhöht die Gerry Weber ihre für das Geschäftsjahr 2011/12 gegebene Umsatzprognose von 775 Millionen Euro auf 795 Millionen Euro.

"Neben den notwendigen Investitionen für den Umbau werden die Anlaufkosten unser Ergebnis einmalig belasten. Daher gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einer EBIT-Marge zwischen 14,5 und 14,6 Prozent aus", so Gerhard Weber, Vorsitzender des Vorstands von Gerry Weber.

"Bereits im nächsten Geschäftsjahr 2012/13 gehen wir von einem Umsatzbeitrag der umgewandelten Filialen zwischen 45 und 50 Millionen Euro und einem positiven Beitrag zur Ergebnisentwicklung aus", so Weber.

Mit der Übernahme der Wissmach Ladenlokale setzt die Gruppe ihre Strategie der Ausweitung des eigenen Retail Geschäftes weiter fort. Betrug der Anteil des Retail-Geschäftes am Gesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 31,0 Prozent, so soll dieser in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Nach 64 neu eröffneten Houses of Gerry Weber im vergangenen Geschäftsjahr plant die Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr rund 75 Neueröffnungen - ohne Berücksichtigung der neuen Stores aus den ehemaligen Wissmach Filialen.