Der Modekonzern Gerry Weber will im Ausland expandieren. Nach dem Markteintritt in die USA stehen auch Südafrika, China, Skandinavien und Osteuropa auf der Agenda, so der Firmenchef.

Als nächstes Expansionsziel stünde die USA auf der Agenda, sagte Vorstandschef und Mitgründer Gerhard Weber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Gerry Weber ist seit Anfang des Jahres in Kaufhäusern der Ladenketten von Bloomingdale's vertreten, dessen Wettbewerber Macy's will nun nachziehen.

"Wir lassen es langsam angehen. Wir wollen uns keine unnötigen Risiken in die Bücher holen. An Amerika haben sich schon viele verhoben." Über kurz oder lang kämen auch Südafrika und China infrage. Auch Skandinavien und Osteuropa seien interessant.

Auf dem alten Kontinent arbeitet Gerry Weber mit eigenen Läden, als Franchisegeber und Großhändler. In Deutschland macht das Unternehmen rund 60 Prozent seines Umsatzes. In diesem Jahr will Gerry Weber mehr als 800 Millionen Euro erlösen, der Betriebsgewinn soll bei knapp 120 Millionen Euro liegen.

Zuletzt hatte Gerry Weber den deutschen Konkurrenten Wissmach erworben und sich mehrheitlich bei seinem größten Franchisenehmer in den Niederlanden beteiligt. Weitere Zukäufe wären wenn, dann eher im Ausland möglich, sagte Weber.