Trotz des Krisenjahres 2009 bleibt der Trend bei Männerpflege im positiven Bereich. Vor allem die Eigenmarken sind im Vorteil in diesem noch unerforschten Markt.

Seit einigen Jahren ist die Zeit des Mannes mit einem extravaganten Lebensstil vorbei. Dennoch kümmert sich der Deutsche weiterhin um sein Aussehen, da ein gepflegtes und attraktives Äußeres die Erfolgschance im Beruf und Alltag nachweislich erhöht.

Statt zur Kernseife greifen die Männer mittlerweile zu hochwertigen Körperlotionen.
So passen sich Hersteller und Händler an und stellen immer mehr Kosmetik-Produkte für die männliche Zielgruppe bereit.

Die Ausgaben für Männerkosmetik steigen. Heutzutage widersprechen sich Männer und Kosmetik nicht mehr, im Gegenteil: Sogar dezentes Schminken nimmt zu. Es ist offenbar ein neues Rollenbild des Mannes entstanden.

Potenzial erkennen und handeln

Auch wenn sich die Kosmetik für den pflegebewussten Mann im Krisenjahr 2009 sich etwas langsamer als zuvor entwickelt hat, blieb der Absatz im Lebensmittelhandel und Drogeriemärkten ungebrochen stark.

2009 wurden rund 727 Millionen Euro für Männerpflegeprodukte ausgegeben. Vor allem die Gesichtspflege, die im zweistelligen Plus liegt, sticht unter der Pflegekosmetik hervor.

"Männerkosmetik erreicht von Jahr zu Jahr immer mehr Käufer, und diese steigern darüber hinaus auch ihre Ausgaben", sagte Katrin Löhning, Retailexpertin bei den Marktforschern von Nielsen.

Ebenso ist auffällig das sich die Eigenmarken besonders gut in diesem Bereich entwickeln, und zwar dreimal so stark, wie die Herstellermarken.

Valentina Duben