Die Tarifverhandlungen im Einzelhandel sind in einigen Regionen zähe Angelegenheiten. In Mecklenburg-Vorpommern sprechen Gewerkschaft und Arbeitgeber wieder miteinander.

Wie die Gewerkschaft Ver.di mitteilt, werden die Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten im Einzelhandel von Mecklenburg-Vorpommern morgen, Freitag, in Sternberg wieder aufgenommen.

"Wir erwarten von den Arbeitgebern ein Angebot im Rahmen dessen, was in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel in Brandenburg und Schleswig-Holstein, tarifiert wurde", sagte Conny Töpfer, Leiterin des Fachbereichs Handel von Ver.di Nord, heute in Schwerin. "Ebenso erwarten wir die Rücknahme der Idee, die Kassiererzulage von einer Funktionszulage in eine Erschwerniszulage umzuwandeln. Damit würden wir Teilzeitbeschäftigten einen Einkommensbestandteil nehmen", betonte die Gewerkschafterin.

Pilotabschluss in NRW

Das Ergebnis von Nordrhein-Westfalen (440.000 Beschäftigte) gilt bisher als Pilotabschluss. Dort hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber unter anderem darauf geeinigt, dass Löhne und Gehälter in zwei Etappen um insgesamt 3,5 Prozent steigen.

Ohne Ergebnis sind bisher die Tarifverhandlungen auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verlaufen. In dieser Region sind nach Ver.di-Angaben 256.000 Menschen im Einzelhandel beschäftigt.