Wollen die so genannten High Potentials nicht mehr bei Start-ups arbeiten? Dieser Frage ging das Beratungshaus rarecompany AG nach.

Wollen die so genannten High Potentials nicht mehr bei Start-ups arbeiten? Dieser Frage ging das Heidelberger Beratungshaus rarecompany AG nach. Dabei zeigte sich, dass das Interesse an Positionen in Wachstumsunternehmen nach wie vor groß ist. Problematisch seien jedoch die hoch gesetzten Erwartungen der Überflieger der ersten Stunde.

Laut Medienberichten der letzten Wochen zieht es immer mehr Fachkräfte der Start-ups zurück in traditionelle Unternehmen. Das Beratungsunternehmen rarecompany sprach in diesem Zusammenhang mit rund 70 New-Economy-Vorständen über ihre beruflichen Perspektiven. Die Untersuchung zeigt, dass sich fast die Hälfte der Befragten eine Führungsaufgabe in einem fortschrittlichen, mittelgroßen Unternehmen vorstellt. Ein Großteil der High Potentials sieht jedoch seine Zukunft auch weiterhin in der New Economy: 41% planen eine Karriere in einem Wachstumsunternehmen. Zwei Drittel davon suchen eine unternehmerisch geprägte Aufgabe in einem größeren Medien- und Technologieunternehmen oder im Bereich der Corporate Spin-offs. Das andere Drittel will erneut den Sprung in die Selbstständigkeit wagen.

Die teilweise wenig berufserfahrenen Kandidaten haben laut Umfrage jedoch in vielen Fällen noch völlig überzogene Erwartungen. "Unsere Gespräche zeigen, dass gerade die ehemaligen Vorstände und Manager ihre Fähigkeiten und ihren tatsächlichen Marktwert überbewerten", sagt dazu Sven Kolthof, Vorstand von rarecompany. Sie unterschätzten so wichtige Faktoren wie Umsatzdruck, Kostenmanagement und komplexe Wettbewerbsstrukturen der schnell wachsenden Unternehmen. Ebenso werde dem Einfluss der gebremsten Konjunktur sowie der Herausforderung auf globalen Märkten zu wenig Bedeutung beigemessen.

"Die Fähigkeiten zum Management beziehungsweise zur Unternehmensführung bekommt niemand in die Wiege gelegt", so Kolthof. Um in diesen Bereichen die nötigen Fähigkeiten zu entwickeln, sei Talent von Nöten, aber auch viel Zeit und die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen. Für viele ehemaligen Vorstände der New Economy finge dieser Prozess jetzt an. (ST)


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