Die Bundesknappschaft und T-Systems haben heute Deutschlands ersten Feldtest mit elektronischer Patientenakte und elektronischem Rezept gestartet. Vom Gesundheitsnetz prosper der Bundesknappschaft nehmen zunächst drei Arztpraxen sowie 50 Versicherte und das Knappschaftskrankenhaus in Bottrop daran teil.

Die Bundesknappschaft und T-Systems haben heute Deutschlands ersten Feldtest mit elektronischer Patientenakte und elektronischem Rezept gestartet. Vom Gesundheitsnetz prosper der Bundesknappschaft nehmen zunächst drei Arztpraxen sowie 50 Versicherte und das Knappschaftskrankenhaus in Bottrop daran teil. Das Pilotprojekt soll unter anderem zeigen, wie sich elektronische Gesundheitskarte und Heilberufeausweis für das Gesundheitswesen bei Patienten und Ärzten bewähren. Ab Frühjahr 2006 soll die Karte dann rund 20.000 Versicherten sowie 75 Ärzten zur Verfügung stehen.

Neben dem vom Gesetzgeber für 2006 geplanten Heilberufeausweis, der Gesundheitskarte sowie dem elektronischen Rezept testen T-Systems und die Bundesknappschaft auch die elektronische Patientenakte. Gemeinsam mit der elektronischen Gesundheitskarte des Patienten greift der Arzt mit seinem Heilberufeausweis auf medizinische Daten zu. Die elektronische Patientenakte gibt Medizinern Einblick in die Diagnose- und Behandlungshistorie. Sie verfügen so aktuell über wichtige Patientendaten und können schneller entscheiden, welche Behandlung die richtige ist. Ein Vorteil vor allem bei Notfällen. Die Akte gibt auch Auskunft, welche Arzneien ein Patient einnimmt. Damit verringert sie das Risiko von gefährlichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten. Weiterhin können Ärzte und Patienten auf diese Weise Doppeluntersuchungen vermeiden. Dadurch soll die medizinische Versorgungsqualität verbessert und Kosten im Gesundheitswesen eingespart werden. (KC)