Die imc information multimedia communication GmbH, Saarbrücken, ist Hauptpreisträger des Förderpreises Innovativer Mittelstand 2000 der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Die imc information multimedia communication GmbH, Saarbrücken, ist Hauptpreisträger des Förderpreises Innovativer Mittelstand 2000 der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Das Unternehmen wurde mit weiteren Preisträgern des diesjährigen Förderpreises am 13. Dezember 2000 in der Aula der Goethe-Universität Frankfurt ausgezeichnet. Unter dem Leitmotiv: "Perspektive 21: Qualifiziert für die Wissensgesellschaft" hatten sich mittelständische Unternehmer/innen und Bildungseinrichtungen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und dem Saarland um den mit über 200.000 Mark dotierten Förderpreis, der unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, stand, beworben. Gesucht wurden beispielhafte Leistungen aus den Bereichen Bildung, Qualifizierung und Umgang mit Wissen.

Den mit 40.000 Mark dotierten Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken erhielt die imc information multimedia communication GmbH, welche die Anforderungen an Weiterqualifizierung und ständigen Wissenserwerb mit den Möglichkeiten des Internets verbunden hat. Als Spin-off des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität des Saarlandes 1997 von Dr. Wolfgang Kraemer, Frank Milius und Dr. Volker Zimmermann zusammen mit dem "Business-Angel" Professor Dr. Dr. h.c. August-Wilhelm Scheer gegründet, hat imc die Anforderungen an Weiterqualifizierung und ständigem Wissenserwerb mit den Möglichkeiten des Internet verbunden. Inzwischen hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter im Wachstumsmarkt E-Learning-Lösungen entwickelt. Die Schwerpunkte des Preisträgers liegen in der Konzeption von Lern- und Wissensstrategien bzw. -architekturen für Unternehmen, dem Aufbau von Online-Bildungsdiensten für Qualifizierungsangebote und dem Wissenserwerb bzw. -austausch via Intranet oder Internet.

Den Preis der Bausparkasse Schwäbisch Hall, dotiert mit 20.000 Mark, erhielt die Adolf-Reichwein-Schule, eine gewerblich-technische Berufsschule aus Marburg für ihr Engagement im Bereich Weiterqualifizierung nach der Erstausbildung. Zwei Berufsschullehrer haben ein Ausbildungskonzept entwickelt, das die Erstausbildung sowie eine Zusatzqualifikation miteinander kombiniert. Dabei wird Wissen aus den Lernfeldern Technologie, EDV, Kundenorientierung sowie Wirtschaft- und Baurecht vermittelt, das die Chancen am Arbeitsmarkt stark erhöht.

Der Verein zur Förderung des Staatlichen Gymnasiums "Albert-Schweitzer" Sömmerda e.V. wurde mit dem mit 20.000 Mark dotierten Preis der DG Bank AG ausgezeichnet. Unter dem Slogan @was tun; konnten durch eine gezielte Kampagne Unternehmen, Multiplikatoren, Eltern und Lehrer aktiviert und über 120.000 Mark für die Einrichtung von 30 modernen Bildschirmarbeitsplätzen gesammelt werden. Mit dem Preisgeld soll nun die Komplettierung der Computerausstattung erfolgen.

Klaus-Jürgen Schlotte erhielt für eine von ihm koordinierte Berufsbildungsmesse (BBM) den Preis der R+V Versicherung AG, dotiert mit 20.000 Mark. Er führt die Marktpartner zusammen - real und virtuell - und bildet damit ein "Netzwerk für die Jugend". Unter www.berufsbildungsmesse.de können sich Jugendliche gezielt über die vorgestellten Ausbildungsberufe und über das Messeprogramm informieren, bevor sie auf der BBM mit den entsprechenden Unternehmen Kontakt aufnehmen.

Das IBR Institute of International Business Relations (IBR) wurde mit dem ebenfalls mit 20.000 Mark ausgestatteten Preis der GZ-Bank AG prämiiert. Das von Dr. Andreas Kelling 1996 gegründete IBR bietet einen echten postgraduierten Fernstudien-MBA, der den offenkundigen Bedarf an betriebswirtschaftlichem Wissen in den Staaten Osteuropas decken soll. In Zusammenarbeit mit einer internationalen Gruppe von Professoren wurde ein MBA entwickelt, der sich zum einen an den Besonderheiten mittelständischer Unternehmen orientiert und zum anderen die kulturellen und historischen Hintergründe der osteuropäischen Ökonomien berücksichtigt.

Für den berufsbegleitenden Studiengang "Innovations-Management" erhielt das Technisch-Wissenschaftliche Institut Koblenz (twi) e. V., das von der IHK Koblenz, der Fachhochschule Koblenz und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft getragen wird, den Preis der Fiducia Informationszentrale AG in Höhe von 20.000 Mark. Das Konzept dieses Studienangebots ist auf das Aufgabenspektrum mittelständischer Fach- und Führungskräfte ausgerichtet. Dabei werden sowohl Spezialwissen als auch Breitenwissen praxisorientiert erworben.

Der Preis der VR-Leasing AG, ebenfalls mit einem Volumen von 20.000 Mark, wurde der RST Softwaresysteme GmbH, Trier, überreicht. Die im Frühjahr 1999 von dem Trierer Universitäts-Professor Reinhard Köhler gegründete Gesellschaft hat mit "iQuma" ein Softwaresystem zum automatischen Generieren von Katalogen, Internetseiten, CD-ROMs und E-Commerce-Anbindungen entwickelt. Daten werden so in elektronischen Informationssystemen zentral und zugleich selektiv für Mitarbeiter und Management nutzbar gemacht.

Angelika Aschenbrenner, Geschäftsführende Gesellschafterin der Kunststofftechnik Aschenbrenner GmbH in Kirchhain, hat ein Modell zur effizienteren und schnelleren Weiterqualifizierung für CNC-Fachkräfte entwickelt, für das sie den Preis der Hessischen Technologiestiftung GmbH, dotiert mit 20.000 Mark, erhielt. In den Unternehmen der Metallindustrie z.B. erfordert die fortschreitende Automatisierung verschiedener Fertigungstechniken den Einsatz moderner CNC-Maschinen, zu denen es noch keinen entsprechenden Ausbildungsberuf gibt. Diese kann nun unmittelbar an eine verkürzte Ausbildungszeit zum Metall-Facharbeiter als sechsmonatige Fortbildung zur CNC-Fachkraft im Dualsystem erworben werden.

Den mit 20.000 Mark dotierten Preis der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH vergab die Jury an die mittelständische Prema Semiconductor GmbH, Mainz, die sich um gezielte Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Schaltungsentwicklung und Design für Mikrochips verdient gemacht hat. Da nicht alle nachgefragten elektronischen Schaltungen von Prema entworfen, wohl aber gefertigt werden können, stellt das Unternehmen Mitarbeiter für die Ausbildung von Kunden zur Verfügung und schult junge Ingenieurinnen und Ingenieure im Bereich Schaltungsdesign.

Sonderpreise der Volksbanken und Raiffeisenbanken dotiert mit je 3.000 Mark erhielten das Konsortium "klingbachtal.de", Billigheim-Ingenheim, für die Schaffung eines Informationsportals für die umliegenden Gemeinden, die Fördergesellschaft TG Berufsbildungszentrum Sulzbach mbH für den erfolgreichen Wandel von einer staatlichen Schule in eine Dienstleistungsgesellschaft, sowie die Rainer Kuhn GmbH, St. Wendel, die als ursprünglicher Werkzeugbauer eine eigene Unternehmensakademie zur Qualifizierung und Weiterbildung für Arbeitnehmer und Umschüler geschaffen hat.

Oberstes Ziel des seit 1994 jährlich ausgeschriebenen Förderpreises der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist es, mittelständische Innovationspotenziale zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Von Beginn an wurden zahlreiche innovative und richtungsweisende Konzepte und Ideen eingereicht - das Preisgeld stieg von damals 30.000 Mark kontinuierlich auf bis heute über 200.000 Mark; damit ist der Förderpreis Innovativer Mittelstand einer der höchst dotierten Innovationspreise in Deutschland. (RS)

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