Aldi verliert laut einer GfK-Studie im Heimatmarkt weiter an Umsatz. Im ersten Halbjahr sei der Discounter sogar einer der größten Verlierer im Lebensmittelhandel gewesen.

Im ersten Halbjahr 2010 hat der führende Lebensmittel-Discounter nach einer Schätzung der GfK-Marktforscher 3,7 Prozent Umsatz eingebüßt, berichtete die Zeitschrift "Wirtschaftswoche".

Im Monat Juni sei Aldi mit knapp zwei Prozent Umsatzminus erneut einer der stärksten Verlierer nicht nur im Segment der Discounter, sondern im gesamten deutschen Lebensmittelhandel gewesen, heißt es im Bericht.

Aldi dementierte Verluste

2009 ist nach einer früheren GfK-Schätzung der Aldi-Umsatz in Deutschland um 4,4 Prozent und der Marktanteil um 0,6 Punkte auf 18,4 Prozent gesunken. Aldi Süd hatte jedoch Verluste im laufenden Jahr in Deutschland dementiert. "Wir haben eine positive Umsatzentwicklung in 2010 und sind damit zufrieden", sagte eine Firmensprecherin damals.

Sie reagierte damit auf eine GfK-Schätzung für das erste Quartal 2010, in dem Aldi 3 Prozent weniger Umsatz erzielt haben soll. Allerdings beziehen sich die GfK-Schätzungen auf die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd zusammengenommen.

Die GfK errechnet ihre Zahlen auf Basis von 30.000 repräsentativ ausgewählten Privathaushalten, deren Einkaufsverhalten ausgewertet wird. Aldi hält sich traditionell sehr bedeckt. Bilanzen stellen die Familienunternehmen Aldi Nord und Süd der Öffentlichkeit nicht vor.