Dem Europamarkt für Unified Messaging und Unified Communications werden hervorragende Entwicklungsperspektiven bescheinigt. Trotz offensichtlicher Vorteile der Technologie herrscht im Markt allerdings immer noch viel Unsicherheit hinsichtlich Brauchbarkeit und Nutzen der Produkte.

Hervorragende Entwicklungsperspektiven bescheinigt eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan dem Europamarkt für Unified Messaging (UM) und Unified Communications (UC). Wurden im Jahr 2001 mit UM noch 358,4 Mio. US-Dollar umgesetzt, so wird das Marktvolumen zusammen mit UC bis zum Jahr 2008 auf 4,11 Mrd. US-Dollar geschätzt, wovon dann 105,73 Mio. auf kombinierte Mailboxen entfallen sollen.

Das große Marktpotenzial von UM-Anwendungen sehen die Analysten im einheitlichen Zugang zu E-Mails, Voice-Mails und Faxen in einer Mailbox. UC als konsequente Weiterentwicklung des UM-Konzeptes ermöglicht zusätzlich zur zeitversetzten auch Echtzeit-Kommunikation. Das Segment der Unternehmenskunden blieb im Jahr 2001 mit Umsätzen von 129,7 Mio. US-Dollar (800.000 Mailboxen) hinter den Erwartungen zurück. Nach Ansicht von Frost & Sullivan müssen die Anbieter deshalb ein aggressiveres Marketing betreiben und die Vorteile von UM für die Unternehmen deutlich herausstellen.

Trotz offensichtlicher Vorteile der Technologie gibt es immer noch viel Unsicherheit hinsichtlich Brauchbarkeit und Nutzen der Produkte für Netzbetreiber, Unternehmen oder Verbraucher. Die daraus resultierende Zurückhaltung sowie mangelnde Kenntnis des Marktes und nicht zuletzt die gesamtwirtschaftliche Lage haben die Entwicklung gegenüber den ersten Erwartungen verzögert.

Mit dem Schritt von UM zu UC entwickelt sich nach Einschätzung von Frost & Sullivan nun allerdings ein Fundament, von dem aus der Markt wirklich florieren könnte. Die Echtzeit-Funktionen und die fortgeschrittenen Anwendungen von UC machen das Wertangebot attraktiver, weil dann alle Kommunikationsbedürfnisse in einem Portal vereinigt werden können. Die Analysten gehen davon aus, dass die Entwicklung von UC letztlich zu Personal-Assistant- und Personal-Portal-Anwendungen hinführen wird.

Für Netzbetreiber und Diensteanbieter ist UM interessant, weil integrierte Kommunikationsanwendungen nicht nur zusätzliche Einkünfte, sondern insbesondere eine stärkere Kundenbindung bringen und Wettbewerbsvorteile durch Differenzierung ermöglichen. Damit lässt sich das Potenzial vorhandener Kundenbeziehungen noch besser erschließen. Dies ist - so Frost & Sullivan - in einem rauer werdenden Klima, in dem die Sättigung bei Festnetz- und Mobilfunkdiensten auf die Gewinne drückt und den Wettbewerb verschärft, von besonderer Bedeutung. (ST)


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