Neue Statistiken zeigen den stärksten Rückgang des Handelsumsatzes in der Eurozone seit Beginn der Aufzeichnungen.

In fast allen 15 Ländern der Eurozone hat der Einzelhandel im Juni 2008 weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor.

Laut Eurostat, dem Statistischen Amt der EU, beträgt das Minus für die Eurozone im Jahresvergleich 3,1 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang auf Jahressicht seit Beginn der Aufzeichnungen 1996. Der Umsatz für die gesamte EU ging mit einem Minus von 1 Prozent weniger stark zurück.

Besonders deutlich sind die Einbußen bei Lebensmitteln, Getränken und Tabak: Diese Umsätze sind gegenüber Juni 2007 in der Eurozone um 4,4 Prozent gesunken, in der gesamten EU gingen sie um 2,4 Prozent zurück.

Deutschland im Mittelfeld

Österreich verzeichnet mit 4,1 Prozent das größte Minus der EU, gefolgt von Litauen (minus 2,8 Prozent), Portugal (minus 2,3 Prozent) und Lettland (minus 2,2 Prozent). In Deutschland ging der Handelsumsatz laut Eurostat um 1,4 Prozent zurück.

In einigen Ländern, vor allem in Osteuropa, verzeichnete der Einzelhandel dagegen starke Wachstumsraten - wie zum Beispiel in Rumänien (plus 23,3 Prozent) und Slowenien (plus 5,7 Prozent).

Im Vergleich zum vergangenen Mai musste der Einzelhandel des gemeinsamen Währungsraumes im Juni ein Minus von 0,6 Prozent verzeichnen.