Die deutschen Juweliere profitieren von den hohen Goldpreisen - und spüren wenig von Wirtschaftskrise und von der angeblichen Luxus-Flaute.

Nach ersten Einschätzungen haben die Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte die Umsätze 2009 bei 4,6 Milliarden Euro stabil gehalten, teilte der Branchenverband BVJ mit. Zum Jahresbeginn habe die Nachfrage weiter angezogen.

"Gelbgold und zunehmend Weißgold stehen bei den Kunden hoch im Kurs, auch Platinschmuck mit Brillanten ist gefragt", erklärte BVJ-Präsident Karl-Eugen Friedrich.

Die einzelnen Sortimente entwickeln sich unterschiedlich. Während die Geschäfte mit Schmuckkreationen zu Preisen von mehr als 1.000 Euro sowie mit Uhren im mittleren und gehobenen Preissegment stabil laufen, sei bei Uhren im Top-Segment ein Rückgang zu beobachten.

Preise bleiben stabil

Der im vergangenen Jahr um rund 18 Prozent gestiegene Goldpreis helfe den Juwelieren, sagte BVJ-Geschäftsführer Joachim Dünkelmann. Viele Kunden seien nach Finanz- und Börsenkrise auf der Suche nach soliden Geldanlagen: "In Deutschland ist viel Geld vorhanden, und der Konsument ist bereit, es jetzt für werthaltige Produkte auszugeben."

An die Endkunden seien die Preissteigerungen bei Edelmetallen im vergangenen Jahr nur in geringem Umfang weitergegeben worden, erklärte Dünkelmann, nannte dabei aber keine Zahlen.

Zum einen mache der Materialpreis nur einen Teil der Verkaufspreise aus, zum anderen hätten die Juweliere die gestiegenen Einkaufspreise für Edelmetalle über ihre eigenen Kalkulationen abgefedert. Für dieses Jahr erwartet der BVJ-Geschäftsführer eine stabile Preisentwicklung.